Motorola Droid: Wie man seine Zielgruppe vergrätzt

Was für ein seltsamer Spot für das neue Motorala Droid.

Was für ein seltsamer Spot:

Erstens frage ich mich, wie viele Leute überhaupt die Aussage verstehen, wenn sie den Spot ohne Vorwarnung irgendwo sehen. Aber gut, sagen wir, die Zielgruppe, Geeks wie du und ich, kapiert es.

Zweitens, und das wiegt schwerer, halte ich die Positionierung Barbie = iPhone für ziemlich kontraproduktiv, denn viele potenzielle Droid-Kunden dürften heute ein iPhone nutzen, zum Beispiel ich. Und auch wenn ich mir problemlos vorstellen kann, eines baldigen Tages das iPhone iPhone sein zu lassen und weiterzuziehen (bin ja kein Apple-Fanboy), muss ich vielleicht nicht unbedingt weiterziehen zu einer Firma, die in den letzten zehn Jahren überhaupt nichts geregelt gekriegt hat und aus dieser Defensive heraus mich jetzt erstmal als Tussi beschimpft.

(via )

5 Gedanken zu „Motorola Droid: Wie man seine Zielgruppe vergrätzt“

  1. Hm, was, Du trägst keine rosa Schlüpfer? =:o)

    Aber anscheinend hat das einen dünnen Nerv bei Dir getroffen. Ich sehe irgendwie nur, dass das Motorola DroidPhone ein unangenehmer Genosse, eine Kreissäge ist, die alles aufslasht und eine Menge ekliger Gehirnschleimmasse hinterlässt. Zugegeben auch nicht positiver als Deine Version.

    Im Übrigen: Das Razor war ganz gut.

    RT: #hogenkamp ist eine Barbie LOL

  2. Die Zielgruppen-Problematik in Ehren: Der Spot ist – erstens – ästhetisch einfach ein Knaller.
    Zweitens ist es doch ein angebrachter Ansatzpunkt, Apple-Fans über ihre Designvorlieben zu packen – und ihnen drittens die Schnelligkeit eines Konkurrenzproduktes vor Augen zu halten. Und die Genderzuweisung (iPhone = Mädchenphone) funktioniert viertens vielleicht gar nicht so schlecht.
    (Allen Erfahrungen zufolge werde ich in den nächsten 20 Jahren weder einen Laptop noch ein Handy besitzen, die nicht von Apple gefertigt worden sind – da können noch so viele Werbespots gesendet werden. Da fällt mir gleich ein: Wo sieht man überhaupt heute noch Werbespots?)

  3. Peter, meine Tochter Nelly hat letztens eine Barbie zu Ihrem 3. Geburtstag bekommen. Waho, ich wußte gar nicht, dass die soooooo lange Beine hat und dachte vorher immer, diese ganze Barbiediskussion ist doch eingentlich etwas übertrieben. Aber die hat wirklich sooooo lange Beine, dass Barbie im realen deutschen Schulalltag wahrscheinlich totale Minderwertigkeitskomplexe bekommen hätte, weil sie so groß ist. Und wenn Sie dann größer geworden wäre, sähe sie vielleicht so auch wie heute Frau Koch-Mehrin…..
    Zu der Werbespot-Diskussion: Werbung ist doch eh eine Parallelwelt und das hat der Spot eigentlich ganz gut aufgegriffen…. Ich würde das iPhone aber nicht als PRincess sondern eher als weiblichen Style-Diktator darstellen. Die Mehrheit der iPhone-Nutzer ist übrigens auch weiblich, wußtest Du das. Habe ich letztens bei cio.de gelesen. Und (zugegebenermaßen etwas wild assoziiert) Frauen treffen 80% aller Konsumausgabenentscheidungen…… Aber vielleicht hast Du ja eine größere weibliche Seite als Du denkst?

  4. Der Spot ist für den amerikanischen Markt gedacht, und hier ist man als Kunde grundsätzlich auf die Telefonmodelle des Carriers beschränkt. iPhone und Droid sind beide exklusiv bei einer Firma zu haben: Das iPhone ist AT&T und GSM; Droid ist Verizon und CDMA – Kunden zum Umsteigen zu bewegen ist nicht nur um ein Vielfaches teurer und komplizierter als in Europa, sondern in der Vertragszeit fast unmöglich. Umstiegswillige (und -fähige) iPhone 3G-Benutzer wird es frühestens in einem Jahr geben. Solange heisst es, sich um die Masse der Neueinsteiger und Unentschlossenen zu prügeln.

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