Es, das nicht genannt werden muss

Sunrise gibt sich alle Mühe, in einer grossen Werbung das iPhone 4S nicht zu erwähnen. Kommt mir etwas albern vor.

Sunrise macht einen Mantel um den «Blick am Abend» und zeigt unter dem Titel «Endlich endlich» (hätte sich dort nicht ein Komma gut gemacht?) ein in seine Firmenfarben verhülltes Gerät (mit erstaunlich runden Ecken, aber das mag täuschen).

Auf der Rückseite steht ein kryptischer Text, in dem etwas angestrengt nirgends erwähnt wird, um welches es sich handelt:

«Schön, wenn endlich das Smartphone kommt, auf das du so lange gewartet hast.»

«Schön, wenn sich jemand genauso lange darüber Gedanken gemacht hat, wie Du es jeden Tag am besten nutzen kannst?» (Hä? Wer hat sich Gedanken gemacht? Apple? Sunrise? Du?)

«Schliesslich geht es nicht um das Smartphone, sondern um dich.» (Yeah, right!) «Und deshalb freuen wir uns genauso wie du, dass es endlich da ist.»

Na ja. Hype gut und recht, aber das kommt mir alles unendlich albern und überzogen vor. Genauso wie die Meldung im Innern des Blatts, dass die vor dem Apple Store wartenden heute Nacht von drei verschiedenen Firmen bewirtet werden.

Wenn der Hype bei den Werbern angekommen ist, stellt sich bei mir der Eindruck ein, dass er bald abklingen wird.

Swisscom stösst, vermutlich allerdings unabsichtlich, auf Twitter ins gleiche Horn, mit der Ansage, dass es morgen keine Geräte gibt – von irgendwas.

8 Gedanken zu „Es, das nicht genannt werden muss“

  1. Naja, die Bewirtungsaktion ist auf meinem privaten Mist gewachsen, ohne Agentur. Dachte mir: Nette Sache ein iPhone zu verschenken und ein bisschen Kaffee zu verteilen.
    Medial haben wir da nicht viel gemacht (glaube es war eine Mail und ein Tweet, mal die Kollegin fragen), aber unsere Kommunikationsabteilung freut sich sicher sehr, wenn sie am Dienstag im Clippingdienst sieht, dass wir im BaA stehen.

  2. …die Wahrheit ist: Es geht um Stutz. Sunrise wollte Apple keine Lizenzgebühren zahlen. Durften vor dem Start nicht mit Namen „iPhone 4S“ werben.

  3. ist schon noch krass. apple bucht in der schweiz seit langem keine werbung mehr und die firmen, die für apple produkte werben, müssen neben den inseratekosten auch noch lizenzgebühren zahlen…

  4. bö ist auf dem rechten Weg. Es geht aber meines Wissens nicht mal in erster Linie um Stutz. Sunrise konnte so umgehen, dass jede(!) Anzeige für das gut zum Druck nach London geschickt werden musste… Was die Kampagne wohl zeitlich und aufwandtechnisch nicht mehr zugelassen hätte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *