, 16. November 2009 4 Kommentare

So formuliert, und dann noch von einem «Prominenten», müsste es eigentlich jeder verstehen. Wieso man nämlich nicht denken kann, Social Media Marketing heisse, dass man ein paar Jubeltwitterer positive Statements schreiben lässt (auch bezeichnet als «Seeding», also das Aussähen von Informationen in Medien wie Twitter, die sich dann idealerweise «viral» verbreiten sollen). Twitter ist zu verteilt, zu «netzwerkartig», als dass man eine Botschaft so pushen könnte, wie man sie in den alten Medien oder mit «normaler» Werbung pushen konnte. «Gerüchte im Netz lancieren» sei okay, sagt Cusack, aber danach können die Hollywood-Studios nicht mehr steuern, was über ihr Produkt kommuniziert wird.

Unten der Auszug aus dem Interview «Hollywood hat keine Ahnung» von Thorsten Dörting mit John Cusack. Dörting erliegt zu Beginn etwas zu sehr dem Wunsch, sich von den «Tausenden» von anderen Interviewern abzuheben, aber der Text ist trotzdem lesenswert, insbesondere für «uns» diese Passage:
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Kategorie: Kommunikation, Wirtschaft
, 15. November 2009 1 Kommentar

Ulrike Langer hat darauf aufmerksam gemacht, dass der «Welt»-Text «Was die Zeitungsverlage von Google lernen können» zum im Vergleich nachträglich publizierten englischen Original-Text von Jeff Jarvis (publiziert ohne eigentliche Überschrift, als Blogpost «My advice to German media») einige etwas verdächtige Kürzungen und einen dummen Übersetzungsfehler enthält.

«Carta» hast es aufgegriffen, daher findet man das ganze inzwischen als zwei identische Posts in zwei Blogs: «Welt Online: Verlegerkritische Passagen fehlen in Jeff Jarvis-Übersetzung» (ich schliesse mich Ralf Schwartz an: Die Carta-Überschrift ist klarer, aber die Kommentar bei Ulrike sind relevanter – besonders der erste vom stellvertretenden Welt- und verantwortlichen Welt-Kompakt-Chefredakteur Frank Schmiechen).

Also: Hier lesen bis zum ersten Kommentar.
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Kategorie: Kommunikation
, 17. Oktober 2009 3 Kommentare

In Mexico City bei einem Vortrag über Social Media von zwei deutschen Expats, die beide dort für BASF arbeiten, auseinander genommen worden (Zwischenrufe etc.), weil sie einen «lustigen Vortrag über Usability» («wie beim letzten Mal»*) statt über «dieses komische Twitter-Zeug, das eh keiner nutzt» erwartet hatten. Der rechte hiess Kress. #traum #so_nah_als_wär_man_da

* Ich war in Wirklichkeit noch nie in Mexiko

Kategorie: Reisen
, 23. September 2009 26 Kommentare

Johannes Baptist Kerner fand ich mal super. Das traut man sich heute fast nicht mehr zu sagen. Aber ich weiss noch genau, wie er das erste Mal «ran» moderiert hat, 1992 war das laut Wikipedia, wie er reinkam und sagte, er sei so nervös, er würde sich krampfhaft an seinen Notizen festhalten. Echt sympathisch war das damals, und Kerner und sein Chef Beckmann kamen neu, jung und unverkrampft rüber.

17 Jahre später ist nichts mehr davon übrig. Kerner stellt in seiner Sendung von gestern, zum Thema «Wahlprogramme und Wahlversprechen» nach, wie er sich bei Twitter sucht und ein Fake-Profil findet, und diskutiert das dann mit einigen teilweise verrenteten Journalisten vom ZDF. Die kurze «Diskussion» ist ein Armutszeugnis für den Berufsstand.

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Kategorie: Varia
, 10. September 2009 1 Kommentar

Wie zuletzt vor vor drei Jahren, einige Blogger erinnern sich, wird der Wettbewerb «Die Goldene Maus» wieder durchgeführt. Diesmal geht es um Mobile Apps für Aus- und Weiterbildung. Das Preisgeld beträgt für Schweizer Verhältnisse bemerkenswerte CHF 30’000.
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Kategorie: Technik
, 8. September 2009 6 Kommentare

Haha – einer geht raus, einer kommt rein:

Ticketcorner-Ersatz-Startseite

Eigentlich sollte man im Web ja besser dran sein als in der Real-Life-Schlange.

Immerhin: Ein bisschen besser als früher ist das, wo in solchen Situationen einfach der Server unter der Last zusammenbrach. Jetzt gibt es wenigstens noch einen Prozess. Trotzdem verstehe ich nicht, wieso die nicht mal eben 100 Server bei amazon aws für das FCZ-Zeug dazu mieten und wenigstens den Rest des Betriebs aufrecht erhalten können. Alle anderen Ticketcorner-User, die normale Tickets für die «Chippendales» oder so kaufen wollen, haben ja auch gerade eine nicht so tolle Experience.

Kategorie: Technik
, 1. September 2009 4 Kommentare

Kommentar folgt.

Kategorie: Technik

Wenn ich schon mal so was Langes blogge, muss ich auch von hier aus darauf verlinken, finde ich. Meinen Dutzenden von Lesern hier, von denen vielleicht einige nicht zu den Tausenden von Lesern drüben gehören, will ich das nicht vorenthalten.

Also, bei netzwertig.com steht der Post: Kampagne «Es ist Deine Zeit»: Wie Vodafone jetzt auch B sagen muss.

Kategorie: Kommunikation, Wirtschaft

Peter Rojas und Ryan Block, zwei Engadget-Veteranen, haben ein neues Blog gegründet: gdgt.com. Sie behaupten (bei TechCrunch), man spräche es buchstabiert G-D-G-T, aber das halte ich für Quatsch (vielleicht wollen sie einem Copyrightstreit mit ihrem alten Arbeitgeber AOL aus dem Weg gehen), ich denke, es ist die Steigerungsform von Flickr & Co. (zwei Vokale weggelassen statt nur einem) und spricht sich einfach «Gadget».

Sie haben viele Features für User Participation und lassen damit Engadget, ein «klassisches« Blog, bei dem man «nur» kommentieren kann (wie in unseren übrigens auch, also keineswegs Fingerpointing), irgendwie alt aussehen. Das naheliegendste (wenn man selbst darüber nachgedacht hätte) und trotzdem coole User Feature ist das hier:

Muss nur gelegentlich mal nach alle meine alten Gadgets eintragen. Wollte immer schon mal eine Liste aller Handys aufstellen, die ich jemand besessen habe.

Kategorie: Kommunikation

Finde ich super: Der Internet-Fahrplan zeigt jetzt die freien Plätze an.

Mein IC729, in dem ich gerade sitze (und der schon 12 Minuten Verspätung hat, weil die Lok neu gebootet werden muss), ist also zu zwei Dritteln voll, während der in einer halben Stunde ganz voll ist.

SBB-Platzbelegung

Auf meiner Hausstrecke St. Gallen – Zürich – St. Gallen weiss ich das selbst, aber bei Zürich-Bern wurde ich neulich um 12.30 Uhr von einem rappelvollen IC überrascht. Wäre lieber eine halbe Stunde früher gefahren (falls das genützt hätte).

Kategorie: Reisen