inside-it gegen Blogwerk 2:1 (wird verlängert)

Lieber Christoph

Wer sagt, wir seien uns „nicht immer einig“?

portrait hugenschmidtGut, Du findest, Blogger könnten per definitionem nicht recherchieren, das Medium hindere sie quasi daran, zum Telefon zu greifen und nachzufragen, bevor sie irgendwas posten. Und natürlich, dass sie nicht gescheit Deutsch können. Das würde ich spontan vehement abstreiten, aber bei näherem Hinsehen stimmt beides. Ich habe letztens mal zum Telefon gegriffen und ein interessantes Spontaninterview mit Nick Lüthi gemacht – und es dann nicht geposted, wahrscheinlich weil mich die Recherche schon so erschöpft hatte. 1:0 für Dich.

OK, und dann findest Du noch, man könne mit Blogs per se kein Geld verdienen, während Deine News-Website, die inhaltlich nichts anderes ist als das, was wir machen (wollen, wenn wir mal gross sind), nämlich Themenfokus, Aktualität, und viel Kommentar mit einer deftigen Prise Biss, das natürlich kann. Wie ich schon am 27.10.2005 schrieb: „Vielleicht seid Ihr ja im Geiste ein Blog…“ 1:1.

Nun ja, und zu guter Letzt findest Du, die Wurzel allen Heils sei ein Redationsstatut, dann komme der Rest schon gut, und dass man die neue „Rechtsschreibung anwendet, soweit dies sinnvoll ist.“ Das stimmt auch. Mir will zwar bisher keine Sau bestechen, aber bei Blogwerk hat es bisher nicht mal zu einem Impressum gereicht. 2:1 für Dich.

Danke für das Lob hinsichtlich Raffinesse; es ehrt mich besonders, wenn es aus berufen-schlitzohrigem Mund kommt. Aber ich finde, wir sind uns ähnlicher, als Dir lieb ist. Ich zähle die Punkte weiter. (Habe mit „Permalinks vs. Session IDs“ noch einen echten Trumpf in der Hinterhand.)

Gruss und bis bald mal wieder bei der Pressekonferenz
Peter

2 Gedanken zu „inside-it gegen Blogwerk 2:1 (wird verlängert)“

  1. Tippfehler: „Redationsstatut“?

    Man könnte auch sagen, dass Blogs im Geiste eine Art News-Website sind, oder?

    Das Zeug fliesst doch schon lange alles zusammen – das lässt sich doch schon gar nicht mehr so genau trennen … Die Diskussion ist doch irgendwie müssig. Und dass es Blogs gibt, mit denen sich Geld verdienen lässt, ist wohl auch unbestritten. Andererseits gibt/gab es auch in der Nicht-Blog-Website-Welt sicher diverse Beispiele, wo man Geld verdienen wollte und es nicht geschafft hat …

  2. Oh nein, lieber Peter. Ich finde ausgesprochen nicht, Blogger könnten nicht gut recherchieren. Nur ca. 94,689 % aller BloggerInnen tun das nicht. Ob sie’s könnten? Klar könnten sie eventuell, wenn sie Zeit hätten. (Ein nicht publiziertes Interview mit Blogger Nick Lüthi zählt nicht. Wenn Blogger hinter Bloggern bloggen…)

    Oh ja, lieber Peter. Du hast Recht! Ein Redaktionsstatut ist nicht und niemals die Wurzel alles Heils (zeichne!). Aber wir finden es cool, eines zu haben. Wir können uns darauf berufen, wenn uns danach ist. Und unsere Feinde auch, wenn ihnen danach ist.

    Ausserdem hirne ich die ganze Zeit darüber nach, wie wir Deine geniale „ich bau mir ne Traffic-Maschine“, nachbauen können. Vielleicht sollten wir allen, die auf die Werbung auf unserer Site klicken, die Chance geben, am Leben eines Schurnis teilzunehmen. Wer einmal klickt, darf an eine Pressekonferenz: Blöde Fragen stellen und (immer gleiche) Häppli futtern. Meinst Du, das hätte eine Chance?

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