DLD: Update über die gekaperte Domain google.de

Die grosse Aufregung um die Domain google.de von gestern setzt sich an einem Panel fort. Moderatorin Esther Dyson fragt Marissa Mayer (verantwortlich für die Suche-Produkte) von Google, wo sie vorgestern Nacht um 1 Uhr war.

marissa mayer-thumbMarissa Mayer erzählt, dass sie hektische Conference Calls gemacht haben, nachdem sie gemerkt hatten, dass google.de verloren gegangen war (siehe umfangreiche Berichterstattung in den deutschen Onlinemedien und in diversen Blogs wie hier oder hier).

Über den Domain Record haben sie herausgefunden, dass „some Mario from Wiesbaden“ (er heisst Mario Micklisch, siehe XING-Profil; er ist angestellt und scheint nebenbei unter „favo“ bzw. freshdomains.de noch ein bisschen Domaingrabbing zu machen) jetzt als Domaininhaber eingetragen war. Spreeblick beglückwünscht ihn zu seinen 15 Minutes of Fame und hat sogar schon ein T-Shirt entworfen (an der Typografie könnte man noch feilen).

Sie haben dann im Telefonbuch seine Telefonnummer rausgefunden (schade, dass sie nicht die 900er-Nummer wählen mussten, die im Impressum steht) und ihn nachts um drei Uhr aus dem Bett geklingelt, und „after our lawyers convinced him that they were representing Google“ (das Gespräch hätte ich gern mit angehört) hat er einen Forward auf die richtige Adresse gemacht. Inzwischen ist Google auch bei DeNIC wieder als Besitzer eingetragen.

Ich frag gleich mal Marissa, ob es noch tolle Details der vorletzten Nacht gibt.

Update vom Update: Sie ist leider wegeglaufen, siehe Kommentare. Ich weiss nicht, wann Mario Sixtus gestern sein Interview mit ihr gemacht hat, vielleicht hat er sie gefragt. Und ich weiss auch nicht, wann das online geht.

Tags: dld07

4 Gedanken zu „DLD: Update über die gekaperte Domain google.de“

  1. Das klingt zwar nett, kann aber so ganz nicht stimmen. Zum Zeitpunkt meines ersten Artikels war bereits die Google Startseite unter der Domain erreichbar und wenige Minuten drauf waren die Nameserver von google wieder bei der Denic eingetragen. Das war jedoch noch weit vor 3 Uhr – irgendwann kurz nach Mitternacht.

  2. Mist. Ich konnte nicht sofort auf sie eindringen, weil sie noch irgendeine Verlosung machen musste, ich hab dann schnell Hubert Burda und seine Frau Maria Furtwängler zu anderen Themen interviewt, und als ich mich wieder umdrehte, war sie weg. Sie hatte aber auch zwischendurch schon Fragen abgewimmelt. Schätze, sie muss noch ein paar Conference Calls machen.

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