Die Schnippchenjäger vom «Blick»

Gestern im «Blick am Abend», die Vorschau auf den «Blick» von heute:

«Blick»-Vorschau im «Blick am Abend» von gestern

Heute am Kiosk und in den Boxen hängt aber ein leicht anderer Aushänger:

«Blick»-Kiosk-Aushänger von heute

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, würde ich sagen, dass «Schnäppchen» ein deutsches Wort ist, das in der Schweiz noch vor zehn Jahren nicht sehr üblich war. Glaube aber nicht, dass es die Horden von deutschen Einwanderern es eingeschleppt haben, sondern eher die deutsche Privatfernsehen- und Media-Markt-Werbepenetration, auf demselben Kanal hat schliesslich auch «Handy» das alteingesessene Schweizer Wort, Pardon, Schweizerwort «Natel» verdrängt. Ein «Schnippchen schlagen» dagegen dürfte ist eher auf dem absteigenden Ast sein, verwendungsmässig, wie einige Redensarten aus dem Jiddischen. Und vermutlich ist der Aushänger-Setzer kein alter Journalistenhase. Nun bin sich sehr gespannt, was im Blatt steht, das im Büro auf mich wartet.

Dass solche Fachwörter verdreht werden, passiert immer mal wieder gern. Letzte Woche haben wir einen Artikel über Online-Fundraising an die Netzwoche geliefert, und im Gut zum Druck hiess es plötzlich «Foundraising». Hiilfe!

Aber auch das wäre nicht so peinlich gewesen wie damals an der Marketingmesse, als Zeix bei search.ch am Stand war, und wir als Hintergrundbeschriftung und Zeix-Leistungsbeschreibung «Benchmarking» angefordert hatten, wovon jedoch der damalige Assistent des damaligen Marketingchefs von search.ch (Name der Red. bekannt) überzeugt war, dass es sich um einen Tippfehler handeln musste, den er deshalb in «Benchmarketing» korrigierte. Und wir standen drei Tage davor. Ach, apropos Standbeschriftungen, da war auch noch was – aber nun komme ich, kaum dass ich endlich mal wieder was poste, schon wieder ins Plaudern, genug also.

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