Tagesanzeiger-Umfrage: «Mehr wie CHF 10.-»

tagesanzeiger.ch fragt per Teaser in der rechten Spalte der Homepage (das Motiv kennt jeder Schweizer, weil in den Neunzigern damit alle Briefkästen zugepflastert wurden – inzwischen sind die meisten Hausverwaltungen zu schlichteren Lösunge übergegangen), ob wir User bereit wären, für eine werbefreie Website zu zahlen.

Kann man ja mal machen. Fragen kostet nichts, sagt man ja. (Die andere Frage ist dann, wer sich wirklich an seine Antwort aus der Umfrage halten würde.)

Die Umfrage wurde dann allerdings unter Umgehung sämtlicher CD-Richtlinien von irgendeinem HTMLer zusammengenagelt.

Frage 1:

Frage 2:

Frage 2

Also, mehr als wie 10.- wär’s mir dann doch nicht wert.

Gegenfrage: Wo kann man fürs Korrektorat spenden?

9 Gedanken zu „Tagesanzeiger-Umfrage: «Mehr wie CHF 10.-»“

  1. wollte ich auch grad verbloggen. momentan wäre ich maximal bereit einen franken pro jahr hinzublättern. wenn gleichzeitig die ganzen crossmarketing-reportagen für hauseigene ebooks und publireportagen im allgemeinen versenkt würden vielleicht sogar zwei.

  2. Selbige Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. Nicht prinzipiell weil werbelos. Für welche (online) Dienste würde ich monatlich wieviel bezahlen

    – Facebook: 0.–
    – Twitter: 5.–
    – Tageszeitung: 5.–
    – MP3 Flatrate: 25.–
    – Passwort Verwaltung: 1.–
    – XING: (bezahl ich ja schon)
    – blip.fm: 2.–
    – Analytics Software: 0.–
    – GUTE FTP Software: 1.–
    – PROBLEMLOSER Hosting Provider: 50.–
    – Video on Demand: 30.–

  3. Hou-hou-hou. Eine schön gemachte Umfrage. Ich hoffe die stützen alles in Zukunft darauf ab. Z.B. 20min ohne Werbung wäre einfach eine weisse Seite. Was für uns „Kreative“ ja dann eine „Herausforderung“ darstellen würde. Ich zahle doch kein Geld, damit ich keine Werbung zu sehen bekomme! Das würde ja dazu führen, dass man Strassenmusiker Geld zahlen würde, damit sie aufhören zu spielen. Oder so.

  4. Das hab ich ja auch gesehen und eigentlich wollte ich ja auch was darüber bloggen. Irgendwie scheint mir dass man beim Tagesanzeiger schon lange keine Zeitung mehr in die Hand genommen hat. Dort hat’s nämlich auch Werbung drin obwohl ich dafür zahle. Was im Endeffekt heisst dass doch auch das Onlineangebot mit Werbung kostenpflichtig sein sollte.

  5. Interessanter als die Höhe des Preises ist doch vielmehr was passiert, wenn man den werbefreien Zugang anbietet. Werbung von heute auf morgen generell zu verbannen und dafür von den Lesern Geld zu verlangen, ist wohl ein wenig realistisches Vorgehen. Wenn sich die Leser selbst entscheiden können, ob sich von Werbung freikaufen wollen oder nicht, dürften sich wahrscheinlich gerade kaufkräftige Nutzergruppen zum Freikauf entschieden. Lösen sich die kaufkräftigen Leser aus dem Zielpublikum für Werbung, verringert sich deren Reichweite und die Mediapreise für Kampagnen sinken, weil nur noch der Riff Raff übrigbleibt.
    Wenn ein erfolgreiches Nachrichtenportal mit der Platzierung von Werbung heute jährlich 10-15 Franken pro Leser verdient, müsste man den Preis für den Freikauf wohl einiges darüber anbieten. Der Aufwand für das Eintreiben der monatlichen Mikrobeträge würde den Preis gleich nochmals anheben.

  6. Vielleicht müsste mal jemand der Newsnetz-Redaktion zuflüstern, dass es längst Werbeblocker für Browser gibt. Mit Safari sehe ich auf tagesanzeiger.ch bzw. derbund.ch keine Werbung. Ohne zu bezahlen. ;-)

  7. haha, erst jetzt gesehen diesen post. hast du rausgefunden, wo man fürs korrektorat spenden kann?

    ich find ja immer noch den slogan „nichts verpassen!“ den hammer. passt irgendwie zu dieser bescheuerten umfrage.

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