Verkauf Basic Thinking: Wie der «Mindestpreis» den Verkaufspreis drückt

Robert Basic sollte den Mindestpreis für seine Auktion heute noch kommunizieren – sonst könnten sich einige Interessenten zurückziehen.

Robert Basic verkauft Basic Thinking, und heute Abend um 19.50 Uhr läuft die eBay-Auktion aus.

Von vielen wurde spekuliert, das sei nur ein PR-Gag, aber ich habe es ihm seit seiner ersten ernsthaften Ankündigung («Zeit, dass sich was dreht») geglaubt. Der Typ ist halt so, und das macht ja auch seinen Charme aus. Und nach dem Riesenbuzz, den er generiert hat, kann er inzwischen wirklich nicht mehr gut zurück.

Apropos Buzz: Es hat schon eine gewisse Ironie, dass die «klassischen Medien», die den Bloggern gern vorwerfen, alle würden nur voneinander abschreiben, nun ohne Ausnahme auf diese mittelprächtig wichtige Nachricht aus der Blogosphäre aufspringen. Mittelprächtig wichtig? Genau. Natürlich, Basic Thinking ist das meistverlinkte Blog, aber genau das ist eben das Blogger-Insider-Kriterium, das von aussen betrachtet doch gar nicht so wichtig ist. Beim Traffic ist er selbst unter den Blogs nur auf Platz 25 (aktuell natürlich wegen des Verkaufs zehn Plätze hochgeschossen) und unter allen deutschen Websites kommt er vermutlich bei den Page Impressions auf Platz 300 oder so. Nein, ich bin nicht neidisch auf seine Medienpräsenz, er spielt die Klaviatur hervorragend – der Hype wundert mich trotzdem. Ich glaube, wenn turi2 das Ding nicht am ersten Tag gross gebracht hätte, wäre es nicht so rübergeschwappt. Ich hörte, dass ein Chefredakteur es dort gelesen habe, und deswegen musste eine renommierte Zeitung auch etwas darüber bringen. Soviel zum Thema Selbstreferentialität.

Zurück Verkauf. Er meint es also ernst. Schon vor dem Auslaufen der Auktion verabschiedet er sich langsam von den Lesern, verlinkt «zum letzten Mal für alle Nachteulen ein Night-Video» und so weiter. (Als würde ihm heute Abend um 19.50 Uhr automatisch das Passwort entzogen… Aber wenn das seine Deadline sein soll, dann ist sie es.)

Was ich dagegen nicht begreife, ist der «Mindestbetrag», den er bei eBay eingestellt hat und nicht kommuniziert. In einem «Zeit»-Interview sagt er zwar, er würde den Grossteil des Erlöses spenden, aber auch, dass er auf eine «superhohe Summe» hoffe, und leichtsinnigerweise nennt er hier sogar eine Zahl:

In unserer Gesellschaft werden Werte eben immer auch in Geld gemessen, und wenn ich damit zwei Millionen mache, sagen sicher viele, wow, Blogs müssen echt wichtig sein.

Davon träumt er also: zwei Millionen. Die Auktion steht jetzt bei 26.050 Euro. Natürlich, bei eBay wie bei Auktionen generell passiert das meiste in der letzten Schlussphase (Erinnert sich noch jemand an die UMTS-Auktion, mit der die deutschen Telkos sich kollektiv an den Rand des Abgrunds gezockt haben?), aber ich bezweifle, dass heute Abend um 19.50 Uhr Verlagsmanager vor dem PC sitzen und zitternd vor Aufregung «3 – 2 – 1, meins!» flüstern.

Basic mutmasst in einer Erläuterung zur Auktion:

Ich habe nun schon mehrfach mitbekommen, dass auch große Unternehmen daran Interesse haben, nur sind die langen Entscheidungswege ein echtes Problem, da die Auktion eben 7 Tage läuft.

Da bin ich gar nicht sicher. Natürlich gibt es oft in grossen Firmen lange Entscheidungswege, aber da dieses Thema so publik ist in Medienunternehmen und auch deren Chefs die Branchendienste lesen, wissen alle davon, man muss also niemandem intern mehr etwas erklären (ausser was man damit machen will). Nein, für so behäbig halte ich deutsche Medienhäuser nicht mehr.

Am schlimmsten für den Entscheidungsprozess ist aus meiner Sicht, dass immer noch darunter steht: «Mindestpreis nicht erreicht». Niemand weiss, wie hoch dieser Mindestpreis ist.

Ich glaube, hier müsste man eher über Spieltheorie nachdenken (von der ich leider nichts verstehe, aber @turi2 oder @meedia, interviewt doch heute Mittag bitte einen Spieltheoretiker, ich habe leider keine Zeit), was dieser Mindestpreis bewirkt.

Meiner Meinung nach sendet dieser ein verqueres Signal: Basic kommuniziert im Blog, dass er auf jeden Fall verkaufen will, aber der «Mindestpreis» sagt das Gegenteil. Vielleicht hat er ihn auf 250.000 Euro gesetzt? Vielleicht auf eine Million?

Wenn sich nun heute Nachmittag welche Leute auch immer zusammensetzen, um jemanden zu delegieren, der bei der Auktion heute Abend in ihrem Namen bieten soll, gibt es neben der Unbekannten der anderen Auktionsteilnehmer (Wieviel bieten die?) auch die Unbekannte Basic/Mindestpreis (Unter welchem Betrag wird die Auktion quasi abgeblasen?). Und während man es wohl als «fair» empfinden muss, bei einer Auktion gegen andere zu verlieren, die einen höheren Preis bieten, könnte ein hoher Mindestpreis leicht als Basic’sche Verarsche empfunden werden.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese zweite Unbekannte dazu führt, dass einige heute sagen: Ach, lassen wir es, zu kompliziert. Weil sie nämlich den Betrag bei ihrem Chef anfragen müssen, und wenn sie dem dann morgen früh erklären müssen, dass das gemeinsam ausgeheckte Gebot nicht für den Mindestpreis reichte, sieht’s doch irgendwie für alle doof aus. Dummerweise könnten das die mit dem vielen Geld sein.

Fazit: Wenn ich Basic wäre, würde ich den Mindestpreis heute Vormittag noch kommunizieren.

43 Gedanken zu „Verkauf Basic Thinking: Wie der «Mindestpreis» den Verkaufspreis drückt“

  1. Ich denke du hast vollkommen recht. Mich erstaunt eh, dass sich noch niemand an den Mindestpreis rangeboten hat. Vielleicht wissen die mittlerweile registrierten Bieter aber von Robert was sein Mindestpreis ist. Man darf nicht vergessen dass er ja mit allen direkten Kontakt hat.

  2. Also, ich habe ja über Spieltheorie diplomiert. Ist aber schon lange her ;-) Dennoch: Mir fällt erst mal kein klassisches (ökonomisches) Spiel ein, dass die Sache mit dem Mindestpreis abbilden würde. Wenn, dann müsste man im Bereich der experimentellen Spielforschung mal nachfragen.

    Aus Sicht der Preistheorie ist der Mindestpreis unproblematisch. Sofern es im Markt eine Zahlungsbereitschaft gibt, die jenseits des Mindestpreises angesiedelt ist, wird eben der Mindestpreis (oder mehr) gezahlt. Andernfalls muss Robert eben weiterbloggen.

    Spanndender finde ich die Frage, ob Robert mit einer Ebay-Auktion den besten Preis erzielen kann, oder ob er nicht besser direkt verhandelt hätte.

    Wir haben es ja auf jeden Fall mit einem unvollkommenen Markt zu tun. Das heißt, möglicherweise gibt es nur einen Bieter, der unter den gegebenen Bedingungen einen wirklich hohen Preis – sagen wir mal 100.000 Euro – zahlen möchte. Handelt dieser rational, stellt er diesen Preis bei Ebay ein. Wann er das tut, ist übrigens völlig unerheblich.

    Wenn jetzt alle anderen Bieter nur 40.000 Euro zahlen möchten bzw. können, bekommt Robert nur diesen Betrag + Mindestgebotsbetrag. Im Beispiel gehen ihm dann satte 60.000 Euro Zahlungsbereitschaft durch die Lappen. In einem Verhandlungsverkauf hätte er zumindest einen Teil dieses Betrages noch erzielen könnnen.

    Die bisherigen Bieter kommen mir übrigens vor, als seien es irgendwelche Web 2.0 Geeks mit zuviel Bargeld und wenig ernsthaften Kaufabsichten. Die haben sich einen Spaß daraus gemacht, sich in einem Bereich, der einigermaßen sicher unter dem Mindestpreis lag, sich ein wenig hochzuschaukeln. Rational ist dieses Bieterverhalten nicht. Ernsthafte Bieter ermitteln ihre Zahlungsbereitschaft, geben ein Gebot ab und hoffen darauf, dass der Abstand zum nächst niedrigeren Bieter hoch ist, und sie deshalb einen Teil ihrer Zahlungsbereitschaft einsparen.

    Warum ein solches Gebot bislang nicht abgegeben wurde, kann nur drei Gründe haben: Alle rationalen Gebote liegen unterhalb des Mindestpreises, die Bieter haben ihre Zahlungsbereitschaft nocht nicht abschließend ermittelt oder die Bieter handeln nicht rational.

  3. Ach ja. Robert könnte die Ebay-Auktion natürlich auch mit einen sehr hohen Mindestpreis ausgestattet haben, um sie auf jeden Fall scheitern zu lassen. Zweck: Buzz und Ermittlung möglicher Käufer. Glaub ich aber nicht. So ist Robert nicht.

  4. Der Mindestpreis ist in der Tat der zentrale Knackpunkt in dieser irrationalen, spontan-wirkenden, emotionalen Robert-Situation:
    „Der Mindestpreis wurde von Robert irgendwo in einem Halbsatz mit 30.000 Euro beziffert. … Hätten die Bieter sich in 3 Stunden statt auf 20.000, nur auf 20 Euro hochgeboten, hätte Robert wenigstens etwas zum Nachdenken gehabt.
    In der Folge, in den nächsten Tagen, hätte dies zur radikalen Senkung des Mindestpreises führen können. Diese Chance ist nun vertan.“

  5. Mindestpreis senken? Geht das denn? Dann gäbe es natürlich strategische Gründe ein Maximalgebot zurückzuhalten, um den Verkäufer nervös zu machen und auf eine Senkung des Mindestpreises zu spekulieren.

  6. was für manchen bieter oder auch die auktion erschwerend hinzu kommt, ist die pflicht sich per fax im voraus auszuweisen. ohne diese bedingung kann man gar nicht an der auktion teilnehmen. dass dort bei der fax-frist ein falsches datum oder ein falscher tag steht (donnerstag, den 14.01.2009, 14:00 uhr) stiftet zusätzlich verwirrung…

  7. Der Mindestpreis ist eine einfache Absicherung, nicht zu jedem beliebigen Niedrigpreis verkaufen zu müssen. Die Alternative wäre die offene Angabe eines hohen Startpreises, dann hätte es aber passieren können, dass etsprechend der Auktions-Psychologie gar keiner eingestiegen wäre.

    Der Kompromis ist ein Startpreis von 1 € und ein versteckter Mindestpreis. Man bekommt Gebote, eine Bieter-Eigendynamik wird in Gang gestezt, hat aber die Sicherheit, dass das Produkt nicht „verschleudert wird“.

  8. Um zu wissen, dass Mindestpreise bei eBay kontraproduktiv sind, muss man gar kein Spieltheoretiker sein, etwas eBay-Erfahrung genügt. Es ist immer wieder zu sehen, dass gleichwertige Artikel mit einem Startpreis von einem Euro am Ende zu einem höheren Preis weggehen als die mit einem höheren Mindestpreis. Klar, in der eBay-Kategorie ”hochgehypte Blogs“ gibt es keine vergleichbaren Artikel. Dennoch hätte Robert Basic auf den Hype ruhig noch eins draufsetzen und seinen Blog für einen Euro einstellen können. Denn wenn er heute abend nicht verkauft wird, steht er ziemlich dumm da.

  9. @50hz wahrscheinlich schon. auch wenn robert jetzt wegen dem zu hohen mindestverkaufspreis nicht über ebay verkauft, kennt er so potenzielle käufer und könnte dann immer noch direkt verhandeln. clever.

  10. Sehr guter Beitrag – Danke an Peter. Interessant finde ich auch die Aussage, die hinter einem verdeckten Mindestpreis steht (= asymmetrische Information): ich will mindestens so und so viel Kohle machen, sonst nehme ich das Ding vom Markt. Damit ist Robert Basics Kaufabsicht nicht nur nicht ernst zu nehmen, sondern sie beweist eine gewisse Bauernschläue. Denn alleine der so vollbrachte PR-Stunt dürfte -Zigtausende Wert sein.
    Denn Weiterbloggen wie gehabt kann Robert immer, und wie wir sehen ist ihm die URL egal. Also warum dann nicht den BT Blog weiterbetreiben? Ihm schadet das sicher am wenigsten …

  11. @Jörg Friedrich: Exakt! In sofern ist die Nutzung der Mindestpreisoption vollkommen rational. Weniger rational von Robert war es allerdings, zusätzlich zu verkünden, auf jeden Fall zu verkaufen.
    @Ulrike Langer: Ich glaube mit Ebay-Erfahrung kommen wir hier nicht weiter. Ab 30.000 Euro dürften irrationale Ebay-Junkies hoffentlich aus dem Spiel sein.

  12. @50hz:

    Das sehe ich anders. Teil des Hypes beruht auf Roberts Ankündigung, auf jeden Fall zu vekaufen (”Die Entscheidung steht fest.“) Eine Ankündigung ”ich verkaufe, wenn ein Mindestgebot xy erreicht wird“, wäre glaube ich auf verhaltenere Reaktionen gestoßen. Insofern finde ich, Peter Hogenkamp hat recht: der Einsatz eines Mindestgebots sendet zumindest zwiespältige Siganle in den Markt.

  13. Die Aussage auf jeden Fall zu verkaufen und der Mindestpreis widersprechen sich nicht. Der Mindestpreis besagt, dass über eBay nur bei Erreichen desselbigen verkauft wird. Wenn dieser Fall nicht eintritt, kann er immernoch in Verhandlungen treten – die Interessenten haben sich ja alle bei ihm gemeldet.
    Die 7 Tage sehe ich tatsächlich als ein Problem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in einem großen Medienhaus innerhalb weniger Tage die Entscheidung gefällt werden kann, plötzlich zu den geplanten Ausgaben noch mal 50.000 Euro oder so in die Hand zu nehmen ohne das schon ein Konzept steht, was mit dem Erworbenen dann gemacht wird.

  14. Heute Abend um 19.50 Uhr wird kein Verlagsmanager vor dem PC sitzen – das widerspricht jeglicher Markenstrategie dieser Häuser. Ausserdem können die meisten das SEO-Potenzial des BT Blogs nicht heben. Dazu bedarf es Spezialisten … und die wissen auch was so ein Blog bringt und werden den Preis machen.
    Weit ab der Preistheorie (die übrigens von total abwegigen, realitätsfernen Annahmen ausgeht) hier mal etwas über solides Web Business: gute Verkaufspreise liegen beim 20-fachen EBITA … im Print wird das 6-7fache des EBITA gezahlt. Ziehen wir mal Robert Basics (Mindest-)Lohn ab, dann wird das EBITA negativ. Noch Fragen, warum er verkauft?
    Mit dem Hype im Rücken wird er das Geschäft seines Lebens machen. Denn betriebswirtschaftlich ist der BT Blog in der heutigen Form nichts, null, nada wert.
    Nur ein SEOler wird noch was raushohlen können – aber auch der wird seine wertvolle Zeit sehr gut kalkulieren müssen, damit er unter dem Strich was rausbekommt.

  15. @Frank Huber: Ich habe bereits mehrfach offen eingestanden, von SEO keinen blassen Schimmer zu haben. In wie weit Ihre Ausführungen allerdings im Widerspruch zur Theorie der Preisbildung stehen, kann ich nicht erkennen.

    Jeder Bieter sollte in der Lage sein, aufgrund der verfügbaren Informationen seine maximale Zahlungsbereitschaft zu ermitteln. Darüber sollte er ein Gebot abgeben. Alles andere wäre irrational. Sollte dieser Betrag den Mindestpreis übersteigen, haben wir einen Preis. Fertig.

    Wie hoch die jeweilige Zahlungsbereitschaft ist, dürfte sehr individuell ausfallen. Meine geht gegen Null, die von Verlegern vermutlich auch, weil sie keine Idee haben, was sie mit mit dem Blog anfangen sollten. Die von SEOs mag hoch sein, in einem Gebot hat sich das aber noch nicht manifestiert. Warum eigentlich nicht?

    Und wer weiß. Vielleicht ist da draußen ja auch noch ein Irrer mit zuviel Geld auf dem Konto, der ein Museum für kuriose Blogs aufmachen will. Roberts Blog wäre da doch ein cooles Objekt für die Eingangshalle. Quasi als Brachiosaurus des Blogmesozoikum.

  16. Als Volkswirt nur so viel dazu: die ökonomische Theorie der Preisbildung geht von homogenen (austauschbaren Commodities) Gütern und perfekter Information aus. Das trifft hier nicht zu – viele Wissen ja auch gar nicht, wie viele rechtliche Probleme (z.B. Miturheberrecht nach Urheherrechtsgesetz, Datenschutz für Nutzer-E-Mails, etc.) es geben könnte. Die Zahlungsbereitschaft dürfte daher nicht so hoch wie erhofft sein – v.a. auch weil der Blog keine Anwendung mit Netzwerkeffekten ist und es keine User-Community gibt, die man nutzen könnte. Es ist also eine Linkbasis, deren Traffic über die Zeit droht auf Null zu sinken. Dagegen muss man was tun und das kostet ja auch Geld. Selbstläufer ist es also keiner. Daher will Robert da ja auch raus – und wie gesagt: bisher hat er sich selbst ausgebeutet. Weil für 36.000 Euro p.a. arbeitet doch so jemand wie er niemand, oder? Das ist seine Ökonomie – und die geht nur mit einem guten Mindestpreis auf.

  17. Der Mindestpreis wurde doch schon wenige Stunden nach dem Start in irgend einem Podcast-Interview gesagt. Ich erinnere mich nicht mehr genau an den Wortlaut aber da wurde die Zahl 30000 recht deutlich, aber jetzt ist es ja sowieso raus.

  18. Inzwischen hat sich auch der Käufer präsentiert, Thomas Strohe mit seinem kleinen Hosting-Imperium in Deutschland … mir selbst ist Strohe negativ aufgefallen, weil er nicht gegen Content-Diebe unter seinen Kunden vorgeht. Irgendwie passt der «Basic Thinking»-Kauf dazu … :->

  19. Kleiner Update noch: Djure hat’s hier schon geschrieben: Die Differenz zwischen dem, was die Käufer eingestellt haben (105.000 Euro) und dem tatsächlich erzielten Preis ist beträchtlich. 105.000 ist halt auch ein typisches eBay-Gebot. 20,51 für die DVD, damit man die Anfänger schlägt, die eine «runde Summe» 20 Euro geboten haben.

    Auch interessant finde ich im Netzökonom-Interview die Zahl der Registranten und Bieter: 20 bzw. 11. Über den Wert des Blogs kann man sich trefflich streiten, aber diese beiden Zahlen sind für mich eindeutig enttäuschend. Hätte man das vorher gewusst, wäre wohl eBay nicht die richtige Plattform gewesen.

    Hat es vielleicht auch etwas mit dem archaischen Verfahren zu tun, eine Kopie des Personalausweises zu faxen? Einerseits natürlich nicht: Wer 50.000 Euro ausgibt, investiert auch diese Viertelstunde. Andererseits hasse ich die Tätigkeiten kopieren und faxen dermassen (huhu, United Domains, das liegt an Dir!!), dass es mich nicht wundern würde, wenn auch das eine kleine psychologische Hürde aufbaut. Seit @damianamherd mal Blogwerk-intern twitterte, er erwarte schlimmen Hautausschlag vom Faxen, weiss ich, dass ich mit der Abneigung zumindest nicht allein bin.

    Es ist wohl nicht nur die Tätigkeit per se, sondern auch die Tatsache, dass man sich erstmal explizit als Nicht-Betrüger outen muss. Nicht dass ich eine gute Alternative wüsste. (Ausser dass wir endlich die digitale Signatur brauchen, aber die kann man schlecht ad hoc einführen.) Vielleicht hätte es gereicht, wenn man Robert mit Real-Name-Mailadresse und im Telefonbuch eingetragener Nummer gemailt hätte. Aber dass das etwas geändert hätte, ist natürlich alles Kaffeesatzleserei (erlaubt am frühen Samstagmorgen).

  20. Und noch kurz zu #22, jjdjjd:

    Der Mindestpreis wurde doch schon wenige Stunden nach dem Start in irgend einem Podcast-Interview gesagt.

    Haha. Ja, gute Methode zum Schaffen von Transparenz: Mal hier ein bisschen was sagen, mal dort, und darauf hoffen, dass die Kaufinteressenten sich die Information schon irgendwie zusammensuchen werden. Es war so schon eher kompliziert, den Verkaufstext auf eBay zu lesen und mit den zwei oder drei offiziellen Blogposts zum Thema zusammen zu führen. Aktualisiert hat er bei eBay auch nur einmal, mit diesem Text:

    Weitere, wichtige Info für Interessenten: Der Medienrummel hat zugenommen (inkl. Radiointerviews, anstehender TV-Präsenz und einem Bericht auf Techcrunch wie auch in der Washington Post), so dass es nochmals um Einiges spannender geworden ist, zuzuschlagen.

    Klar, von aussen ist es immer einfach, sowas zu sagen, aber ein fünfseitiger «Verkaufsprospekt» als PDF (zum Ausdrucken! *gasp*) hätte vermutlich nicht geschadet.

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