Wettbewerb «Die goldene Maus»: 30’000 Franken für die beste Schweizer Mobile App

Bei der Neuauflage der «Goldenen Maus» geht es diesmal um Mobile Apps für Aus- und Weiterbildung. Das Preisgeld beträgt CHF 30’000.

Wie zuletzt vor vor drei Jahren, einige Blogger erinnern sich, wird der Wettbewerb «Die Goldene Maus» wieder durchgeführt. Diesmal geht es um Mobile Apps für Aus- und Weiterbildung. Das Preisgeld beträgt für Schweizer Verhältnisse bemerkenswerte CHF 30’000.

Der federführenden «Milton-Ray-Hartmann-Stiftung» geht es immer darum, eine technische Innovation mit «didaktischem Anspruch» auszuzeichnen, wobei man nicht ganz an der Speerspitze der Innovation ansetzt, sondern ein bisschen dahinter. Der Übergang von den Early Adopters zur Massennutzung soll gefördert werden. Vor sechs Jahren wurden daher Websites ausgezeichnet (es gewann tschau.ch, ein eBeratungs-Angebot) und vor drei Jahren Blogs (Wettbewerbsblog ist hier noch live), und vor noch viel längerer Zeit, aber damals war ich noch nicht dabei, wurde eine CD-ROM mit Landeskarten ausgezeichnet. Ich bin jetzt zum dritten Mal Mitglied der Jury, die unter Vorsitz von Wolfgang Frei, NZZ Format, steht.

Diesmal geht es also um Mobile Apps (also keine mobilen Websites oder sonstigen mobilen Inhaltsangebote wie Podcasts, Newsletter etc.). 14 Monate nach Launch des App Stores von Apple sind Mobile Apps für uns Technikaffine eine Selbstverständlichkeit geworden, aber für die breite Masse der Menschen und auch für den Alltag in Schulen und Weiterbildungseinrichtungen natürlich noch nicht. Also halten es Stiftung und Jury für den richtigen Zeitpunkt, hier fördernd einzugreifen.

Wir haben uns mental darauf vorbereitet, Apps auf folgenden Plattformen zu jurieren:

  1. iPhone/iPod touch
  2. Android
  3. Symbian
  4. Windows Mobile
  5. Blackberry

Man braucht kein Prophet zu sein, um zu vermuten, dass die meisten Einsendungen iPhone-Apps sein dürften. Das heisst aber meiner Ansicht nach überhaupt nicht, dass damit die Gewinner-Plattform schon gesetzt ist. Der Android-Market hat ja mit inzwischen über 10’000 Apps schön aufgeholt (natürlich, Apple ist weit vorn, aber wenn man einbezieht, dass es im dortigen App Store jede halbwegs sinnvolle Anwendung mindestens fünfmal gibt, relativiert sich der Vorsprung etwas).

Wir haben die Ausschreibungsfristen explizit so gestaltet, dass jemand, der eine super Idee hat (und ein bisschen Zeit), aber sich bisher nicht aufraffen konnte, sie umzusetzen, sich heute ans Werk machen und konzentriert in vier Wochen zusammenhacken kann. Deswegen ist natürlich unser Anspruch nicht, dass die App schon im Store/Market etc. verfügbar ist, sondern wir müssen sie nur irgendwie jurieren können. Auch wenn es am Datum der Einreichung noch einige Ecken und Kanten gäbe, hätte man vermutlich in der Jury dafür Verständnis, wenn die Idee brillant ist. Also, frisch ans Werk, ich bin sehr gespannt.

Die Pressemitteilung, die gestern versandt wurde, befindet sich auf der offiziellen Maus-Website: «30’000 Franken und eine Maus».

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