Tagesanzeiger-Umfrage: «Mehr wie CHF 10.-»

tagesanzeiger.ch fragt per Teaser in der rechten Spalte der Homepage (das Motiv kennt jeder Schweizer, weil in den Neunzigern damit alle Briefkästen zugepflastert wurden – inzwischen sind die meisten Hausverwaltungen zu schlichteren Lösunge übergegangen), ob wir User bereit wären, für eine werbefreie Website zu zahlen.

Kann man ja mal machen. Fragen kostet nichts, sagt man ja. (Die andere Frage ist dann, wer sich wirklich an seine Antwort aus der Umfrage halten würde.)

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Kommentieren unter falschem Namen: Rückfrage an A. B. von B. & Partner

Eine Art offener Brief an A. B., Inhaber der PR-Agentur B. & Partner, zum Verhalten seines Mitarbeiters Dr. C. D. (nachträglich anonymisiert).

Sehr geehrter Herr A. B.

Es würde mich interessieren, ob Ihrer Wahrnehmung nach das Verhalten Ihres Mitarbeiters Dr. C. D. in meinem Blog zu den Grundsätzen Ihrer Agentur B. & Partner passt, wie sie unter «Mission» (Link gelöscht) auf Ihrer Website hinterlegt sind.

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Administrativ-Abzocke an der Uni St. Gallen: CHF 484.20 für PDF-Upload

Die HSG verlangt mehr Geld, wenn man seine Doktorarbeit in elektronischer Form einreicht – was der Uni weniger Kosten verursacht.

Dass ich die letzten 12 Jahren Semestergebühren gezahlt habe, ist nicht unbedingt der HSG anzulasten. Dass sie die zuvor deutlich reduzierten Gebühren für den «Doktoranden an der Dissertation», der früher mal 150.- oder so zahlte (weil er ja im Gegensatz zum normalen Studenten viel weniger Kosten verursacht) irgendwann mal auf derzeit CHF 520.- erhöht haben, dagegen schon eher.
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100 Movie Spoilers in 5 Minutes

Zwei Leute verraten das Ende von 100 Filmen.

Super Sache:

Ich versuche immer noch zu vergessen, dass mein Bruder mir mal erzählt hat, dass bei Presumed Innocent mit Harrison Ford seine Frau die Mörderin ist.

Und dass Zoé Baches mir mal erzählt hat, sie hat bei Gladiator geweint, als er am Ende stirbt. Hatte die DVD damals schon gekauft, aber noch nicht angeschaut. Nun steht sie immer noch verschweisst zu Hause. Aber wie gesagt, vielleicht vergesse ich es irgendwann, und dann gucke ich den Film — wenn es dann noch DVD-Player gibt.

Social-Media-Konferenz in Zürich: SOMESSO am 31. Oktober

In knapp drei Wochen, am 31. Oktober, findet zum ersten Mal die Konferenz «SOMESSO» statt. Aus der Pressemitteilung: «Die Corporate Social Media Konferenz hilft Unternehmen dabei, die veränderliche Dynamik der Kommunikation von Individuen und Unternehmen zu verstehen.»

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Three words: I love Technology!

Heute morgen um kurz nach zehn vor dem Glattzentrum, nach dem Apple-Store-Launch: Ich überlege, ob ich mit Bus und S-Bahn ins Büro zurückfahren soll oder schnell mit dem Taxi.

Einerseits wollte ich meinen Beitrag bei neuerdings.com als erster der anwesenden Journalisten online haben, das sprach sehr stark für Taxi. Andererseits hasse ich Spesenabrechnungen und schaffe es meist nicht, meine Quittung einzureichen, so dass ich meist auf den Kosten selbst sitzen bleibe. Deswegen ist es so cool, dass Zeix bei Alpha Taxi Kundenkarten hat, mit denen wir monatlich auf Rechnung zahlen. Nur: Die kann man natürlich nur in Alpha-Taxis einsetzen. Vor dem Glattzentrum steht ein Taxi, aber das ist von Dürag (bis heute nie gehört oder bewusst gesehen).

Also rufe ich schnell bei Alpha an, 044 777 77 77 (kein Paid Link, kriege keine Provision…) und frage, wie lange ein Taxi zum Glattzentrum dauert. Der Mann fragt: «Ja, stehen Sie denn am Taxistand bei der Bushaltestelle?» – Ich: «Ja, genau.» – Er, mich ohne viel Worte verstehend: «Dann müsste ein Taxi von Dürag direkt vor Ihnen stehen, die sind unser Partner, dort können Sie auch mit unseren Karten zahlen.»

Wow. I love Technology! I love GPS! Ich rein, ins Büro geflitzt, Beitrag um 11.59 Uhr live, der von Stefan Rechsteiner von macprime erst um 12.26 Uhr. :-) Dafür hat er viel schönere Fotos gemacht als ich (aber meine Nikon ist auch schon wieder kaputt).

«In einer Partnerschaft fühle ich mich auch finanziell sicherer.»

Heute mit einer Freundin über Parship – «Die grösste Online-Partneragentur für langfristige Beziehungen» (Klartext: Wer nur v****n will, bitte woanders suchen.) – lustig gemacht.

Konnte mich kaum noch an Parship erinnern, hatte nur noch: kompliziert, langweilig und teuer im Kopf. Vor Jahren hatte ich mich dort mal registriert, als ich mal in einem Zeix-Projekt irgendwas mit Classifieds verglichen habe, vermutlich für irgendeinen Artikel. Hatte aber natürlich nie diese horrenden 150 Euro gezahlt, die es braucht, damit man diese e123456-Profile auch kontaktieren kann.

Jetzt also mal schnell Username und Passwort recovered, mein Profil von 2002 oder so ist natürlich längst gelöscht. Die erste Seite, um ein neues Profil anzulegen, sieht so aus:

Tja, also da gibt es wohl nicht viel zu überlegen, ich nehme die volle Romantikdröhnung:

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Monzoon-Live-Support per Skype im Konferenz-Vortrag

Manchmal liebe ich dieses Internet einfach nur abgöttisch.

Hatte eben meinen Vortrag «Was User lieben, was sie hassen», zum ersten Mal zusammen mit jemand anderem, nämlich Angie Born. Der vierte Punkt, meiner, war: «Mobiles Internet». Aussagen: 1. Hemmis: Die Telcos zocken uns ab. 2. Hemmnis: Kaum ein Anbieter hat Mobile Themes im Einsatz, was daran liegt, dass viele Web-Leute gar nicht wissen, was das ist.

Zur Verdeutlichung habe ich ein iPhone und meinen iPod touch im Publikum zirkulieren lassen. Das iPhone war vorher noch an unserem Messestand unterwegs und kam erst just in time zehn Minuten vor dem Einsatz an. Angie war schon am Refererieren bei Teil 3.

Ich dachte, wir surfen bei meinem iPod mit Monzoon (dort habe ich einen freundlichen Gast-Account, weil ich immer mal wieder Usability-Feedback gebe) und auf dem iPhone mit meiner Swisscom-Mobile-Unlimited-Karte. Irgendwie klappte das Letzteres nicht, und ich hatte auch keine Zeit mehr, herauszufinden, wie es geht. Alternative: WLAN. Nochmal Monzoon ging nicht, weil ich mit meinem Account – verständlicherweise – nur einmal einloggen kann. Ein Dutzend weitere SSIDs in der Luft, aber noch bei einem zu zahlen, klappt zeitlich auch nicht mehr, ich hatte ja nur etwa zehn Minuten.

Also schnell Matthias Koch, CEO Monzoon, per Skype angechattet:

Peter Hogenkamp
10:02 Hallo Herr Koch
10:03 Kurze Express-Anfrage von der Orbit-iEX
10:03 Könnten Sie das Limit von 1 User für meinen Gastaccount für eine Stunde oder so aufheben?
10:03 Nur wenn es nicht kompliziert ist.

Matthias R. Koch
10:06 hallo … ja, mache ich gleich

Peter Hogenkamp
10:06 Cool.
10:06 Ich sage: „WLAN sponsored by Monzoon.“ Sind immerhin 50 Leute hier bei meinem Vortrag.

Matthias R. Koch
10:06 done

Peter Hogenkamp
10:06 Wow.
10:06 Moment, ich teste.
10:07 Drin, mit beiden devices!
10:07 danke!

Matthias R. Koch
10:08 np

Sa-gen-haft. In sechs Minuten mein Problem gelöst. Gleichzeitig ein Case, wo Instant Messaging wirklich mal die einzige Lösung ist, denn auf Verdacht emailen hätte ich nicht gemacht (weiss ja nicht, ob er überhaupt da ist) und anrufen wäre auch nicht gegangen, da der Vortrag schon lief.

Swisscom übernimmt «The Phone House»

Genau genommen nur die Schweizer Filialen, siehe Medienmitteilung.

Ehrlich gesagt werde ich das «Phone House» in der Schweiz nicht gross vermissen. Ich war zweimal in der Filiale beim Bahnhof und fand sie irgendwie sehr gesichtslos. Konkurrent Mobilezone scheint mir irgendwie besser positioniert (die schäbige Website mal aussen vor gelassen).

Immerhin konnte ich jetzt mal das neue Angebot mapper.ch von local.ch ausprobieren und für mich selbst aufmalen, wie nah die Filialen in St. Gallen beieinander liegen. So nah nämlich. «Eine detaillierte Standortanalyse wird Aufschluss darüber geben, welche Filialen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht mehr benötigt werden», steht in der Medienmitteilung. Ich denke, in St. Gallen ist die schnell gemacht: PhoneHouse-Mietvertrag am 31.3. kündigen.

Noch nicht ganz kapiert habe ich die Terminfunktion von Mapper. Angenommen, ich wollte mich mit Damian am Ostersamstag in St. Gallen im Phone House verabreden, dann trage ich einfach oben den Termin ein? Und wieso schicke ich ihm nicht eine iCal-Einladung mit dem Link auf die Karte?

Swisscom, Lieblingsfeind der Journaille *gähn*

«Des Kaisers neue Kleider» schreibt inside-it über das aus meiner Sicht bis jetzt vielversprechende, wirklich neuartige CI/CD der Swisscom.

Wir erinnern uns: Der Kaiser hat gar keine Kleider an, sondern läuft nackt durch die Stadt. Ist das neue Swisscom-Logo wirklich so schlecht, als hätte man gar keins an? Ich habe es heute schon mannshoch auf einem Dach am Zürcher HB gesehen, und ich finde, es hat was. Spontan fallen einem wirkliche Branding-Katastrophen aus jüngerer Zeit ein.

Aber der Autor analysiert ja fachkundig weiter: Es wird nämlich jetzt teurer, die Werbegeschenke zu bedrucken. Und neben dem Aussehen spielt im Fall am Ende auch die Qualität eine Rolle? Wir sind begeistert ob dieser Einsichten.

Ein eher mittelspektakuläres B2B-Angebot der Cablecom (Internet und VoIP-Telefonie in einem, sapperlot!)* dagegen zieht den Titel «Cablecom mit Rundum-Sorglos-Paket für KMUs», ein pressemitteilungswürdiger Titel (die tatsächliche heisst vergleichsweise schlicht «Cablecom business lanciert KMU-Lösung für Internet und Telefon».

Unter „rundum sorglos“ stelle ich als KMUler eher noch ein, zwei andere Sachen vor, in diesem Fall mindestens wohl noch ein Mobiltelefonie-Angebot. Aber manche Leute sind offenbar ihre Sorgen schnell los.

* Ja, ich weiss, es ist jetzt entbündelt, daher ohne Swisscom-Grundgebühr, aber das konnte man sich ja nun an fünf Fingern abzählen, dass das jetzt kommen würde.