Test-Ankündigung: PostButler

Gibt’s sei ein paar Monaten: PostButler von der Schweizer Post. Die Idee finde ich super, würde am liebsten meine ganze Post immer scannen lassen, dann hätte ich alles elektronisch und wäre das doofe Papier los.

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Leider ist es absurd teuer. Prohibitiv teuer eigentlich. Aber ich will es nun mal ausprobieren. Was sie einem mailen, wie die gescannten Dinger aussehen, wie der Rest zurückkommt etc.

Sendung-mit-der-Maus-mässiges Interesse daran, wie sie es organisieren. (Auch wenn nicht Klaus hinfährt, sondern ich mir den Einblick in die Scanfabrik selbst vorstellen muss.)

Also los (demnächst).

Kategorisiert unter „E-Mail und SMS“ – was ich gern statt Briefpost immer hätte. :-)

7 Gedanken zu „Test-Ankündigung: PostButler“

  1. Hallo Michael,
    stimmt, das klingt sehr anstrengend. Ich denke, das Kardinalproblem bei so einem Scan-Service ist, dass die Unterlagen eben alle für den Briefversand aufbereitet sind – und wenn man sie dann wieder einscannt, kann es eigentlich nicht mehr gut kommen.
    Ich bin allerdings immer noch überzeugt, dass im Geschäftsverkehr das papierlos Büro irgendwann kommen wird – aber dann braucht man gescheitere Tools als nur E-Mails mit Attachments.

  2. In Deutschland kann ich es mir nicht vorstellen. Da gelten für Papierpost und elektronische Post leider auch über 10 Jahre nach flächendeckender Verbreitung von Online unterschiedliche Regeln. Während die Papierpost (und auch Telefonate) klar dem Biref- und Fernmeldegeheimnis der deutschen Verfassung unterliegen, wird bei E-Mails immer wieder anderes angewendet, z.B. Markenrecht, Rundfunkrecht, Pfändung über die Domain, Stasi 2.0. Es sind – wie alles, was mit Online zu tun hat – nur Briefe 2. Klasse. Es gibt z.B. eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft Köln, daß das mutwillige Unterschlagen von E-Mail nicht strafbar ist, weil es sich um keine materielle Sache handelt.

    Du darfst also Deinem Nachbarn, Deinem Kollegen, Deiner Konkurrenz ungestraft die E-Mail klauen, was bei Papierpost (noch?) nicht erlaubt ist und das wird auch gemacht, nicht zuletzt auf dem Rechtsweg. Siehe ja auch nun die Diskussion um die Onlinedurchsuchung: Jemand eine Kameradrohne in die Wohnung zu schicken, wäre (bislang?) selbst mit Erlaubnis zur Hausdurchsuchung klar illegal, beim Trojaner geht es aber auf einmal, und dabei ist das deutsche „Online ist alles ok, das offline Stasi wäre“-Gesetz ja noch gar nicht durch!

    Würde ich also schon aus diesem Grund nicht empfehlen. Ein anderer ist die Privatsphäre – was machst Du, wenn ein (unerwarteter, unbestellter) Liebesbrief dabei ist? Oder willst Du, daß der, der die Briefe scannt, von dem neuesten unmoralischen Angebot einer PR-Agentur erfährt und sich dazu die falschen Gedanken macht? Und schließlich: Wer soll das bezahlen, wenn man täglich 40 Briefe in der Post hat, davon 15 Werbebriefe und dann noch 3 Fachzeitschriften? Da ist der angegebene Preis vielleicht nicht mal kostendeckend! Und wer will dann täglich 50 MB Attachments in der Mail?

    Stelle ich mir schon dann als Katastrophe vor, wenn es wirklich reibungslos funktioniert (was kaum zu erwarten ist).

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