Drängler-Reporter live von der A1

ZH 410488

Der Preis für den dümmsten Autobahndrängler des Tages geht an den Fahrer eines VW Passat mit dem Kennzeichen ZH 410488 für die folgende Kombination:

– bei Tempo 120 (Höchstgeschwindigkeit auf Schweizer Autobahnen) bis auf 30 cm auffahren und lichthupen, obwohl die Autobahn auf allen Spuren sichtbar so voll ist, dass es nicht das geringste bringt, an mir vorbei zu kommen,

– einen Kilometer weiter (Ausfahrt Wallisellen) abfahren.

Immerhin schien er deutlich verunsichert, als er sah, dass ich ihn nach dem Vorbeilassen von hinten fotografierte. Sollte ich demnächst die Nikon mitnehmen, um bessere Dränglerfotos zu machen?

Wobei die Tatsache, dass das Foto nicht so gut ist, weniger schmerzt angesichts des tollen Onlineangebots Autoindex der Strassenverkehrämter der Kantone AG, SH, ZG, ZH:

Autoindex ZH-410488

Ich versteh Dich schon, Mehmedi Besnik, dass Du es eilig hattest, ich nehme an, Du musstest um 8 Uhr bei der Arbeit sein. Aber mal als Idee für morgen: Vielleicht eine Viertelstunde früher aufstehen?

Kann man nicht einen Trackback zur Kantonspolizei machen oder wenigstens einen automatisch hochgeladenen Moblog des Fotos zu „Daily Blogging“ in „heute„?

9 Gedanken zu „Drängler-Reporter live von der A1“

  1. Peter, sowas haben vor zwei Jahren hier im Silicon Valley schon zwei Pendler versucht. Die haben gleich eine ganze Webseite aufgezogen mit Fotos der Sünder in der Carpool-Lane (der Autonbahnspur nur für Fahrzeuge mit mehr als einem Insassen). Die Minimal-Busse für Carpool-Cheater beläuft sich übrigens auf schmerzhafte 271 Dollar…

    Hier ein TV-Bericht dazu:
    http://www.californiaconnected.org/tv/archives/139

    Allerdings fanden das die meisten Cheaters nicht lustig – mehrfach sind die beiden unterwegs gleich bedrängt, gestoppt und bedroht worden (im Video gibts auch davon ein Beispiel). Schliesslich gaben sie die Site nach einem halben Jahr entnervt auf.

    Übrigens fand die Highwaypatrol damals die Site „unterhaltsam“, aber die Aktivität der beiden Pendler bedenklich, weil sie einerseits kein brauchbares Beweismaterial produzierte, die Emotionen der Automobilisten herausforderten (Road-Rage, Schiessereien auf dem Highway, ist hier in San Francisco etwas weniger verbreitet als in Los Angeles, wo angeblich jeden Tag ein bewaffneter Automobilist die nerven verliert…) und, ganz nebenbei, offenbar nicht selten falsche Anschuldigungen machten: Ein Kleinkind auf dem Rücksitz eines der monströsen SUVs hier ist nämlich aus dem Sedan, den die beiden fahren, schlicht nicht zu sehen.

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