Cola-Dosen in gerader Zahl

Gesehen bei DieWelt.de:

David Beckham, der überschätzte Fußballstar
Er sieht blendend aus, er verdient Millionen und hat eine schillernde Ehefrau – aber sein Fußballspiel wird überschätzt. Real Madrid will den Popstar nicht mehr, darum geht er bald nach Amerika. Ein Blick hinter die Kulissen.

So weit, so langweilig. Unbedingt lesen sollte man dagegen diesen Absatz:

Als einer der Ersten hatte das Englands neuer Nationaltrainer Steve McClaren erkannt, der Beckham nach der WM aus der Mannschaft warf. Vielleicht hatte er [Englands neuer Nationaltrainer Steve McClaren] auch das Interview gelesen, in dem Beckham sein Schweigen über ein psychisches Leiden brach, das ihn unaufhörlich zu absonderlichen Ritualen zwingt. Cola-Dosen müssen bei ihm in gerader Zahl im Kühlschrank stehen. Zeitschriften oder Möbel müssen rechtwinklig, alle anderen Utensilien seines täglichen Lebens paarweise angeordnet sein. Nur so könne er entspannen. Bei derartigen Geständnissen kann es kaum verwundern, dass Beckham bei einem dynamischen Spiel namens Fußball zuletzt derart versagen musste.

5 Gedanken zu „Cola-Dosen in gerader Zahl“

  1. Ich bin kein Arzt, aber das könnte das Asperger-Syndrom sein. Wenn er in Behandlung ist geht es ihm vermutlich nicht schlecht. Wahrscheinlicher ist aber das Insel-Syndrom. In Groß-Britannien sind ja alle irgendwie miteinander verwandt. Die Auswüchse bezeichnen Engländer gern als „Spleen“.

  2. der arme – ständig hat er mit ganz alltäglichen problemen zu kämpfen.. bei ihm wird daraus aber immer eine schlagzeile.

    übrigens: im zweiten zitat ist das „das“ in der ersten zeile ein wenig verwirrend. allerdings wird auch im welt-artikel nichg ganz klar, worauf man sich da zurückbezieht. im abschnitt vorher heisst es: „Seine Leistungskrise hatte sich längst als Dauerschwäche entpuppt.“ sowohl (die) leistungskrise, als auch (die) dauerschwäche sind weiblich. was soll also das „das“?

    bei dir ist’s auf den ersten blick auf jeden fall ziemlich verwirrend und ich dachte anfangs an einen abschreibfehler (und das im zeitalter von copy-paste). wie wär’s also mit wissenschaftlichen methoden, wie einem „[…]“ oder „das [die Leistungskrise, Anm. d. Autors]“ oder so? zumindest so habe ich das mal gelernt.. .

  3. Hardy: Der Wikipedia-Artikel über Autismus ist mir leider zu lang, um nach Verhaltensmustern wie den genannten zu suchen.

    Martin: Hast völlig recht. So wie jetzt würde es gehen, oder? Wobei das „auch“ jetzt immer noch verwirrend ist. Aber wenn ich nochmal den Post ändere, kriege ich Ärger von mds, weil der ihn jedes Mal im Bloglines neu hat.

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