Zweitstockirritation.

Irritierend finde ich es, wenn man im 2. Stock im Büro sitzt, das Fenster offen steht und plötzlich draussen einer daherspaziert kommt und mit einem Schwamm und einer Kelle aussen am Fenstersims rumwischt und -spachtelt.

Ja, ich weiss seit zwei Jahren, dass die Fassade renoviert wird, das Gerüst steht schon seit zwei Wochen (ein Einbruch gleich in der zweiten Nacht, Alarmanlage funktioniert), und ich ahnte, dass da draussen auch mal Gesichter nicht nur vorbeihuschen, sondern auch irgendwas was machen würden. So eine Fassade renoviert sich ja nicht nur dadurch, dass sie mal einen Monat lang keine Autos sehen muss.

Trotzdem. Ich möchte freundlich sagen: „Können Sie nicht in mein Fenster bitte angestrengt nicht reinschauen, wenn ich mal nicht da bin?“. Aber ich hab Angst, dass der Mann mich nur verständnislos anschaut, wie halt meist alle schauen, wenn ich sowas ausnahmsweise mal sage. Bei den Gerüstbauern sächselte einer – dem hätte ich’s gesagt.

Dabei wartet die Netzwoche so dringend auf meinen Artikel zu „User Participation auf Schweizer News-Sites“. Die per se sehr harzig ist und der Artikel somit auch.

Ein Gedanke zu „Zweitstockirritation.“

  1. Wenn ich mich nicht urplötzlich ganz schwer im Menschen irre, wird er, eine halbe Stunde nachdem er sich vergewissert hat, daß aber auch wirklich niemand im Büro ist, sogar die rechte Hand von der Augenbraue über der Nase bis hin zum Wangenknochen als Blendschutz nehmen, um zu sehen, ob es etwas zu sehen gibt.
    Deine Sorge ist völlig unbegründet. So unmenschlich integer sind nicht einmal Schweizer!

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