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Google-Ads (I): Gottkennen.com & Co.

Frage mich beim Mailen in Gmail immer, wie Google so intelligent sein kann, was den Kontext der eingeblendeten GoogleAds angeht. Die wissen alles über mich.

Eben maile ich gerade über potenzielle Blogthemen und auch sonst über dies und das, da kommt rechts das hier:

Google-Ads Gottkennen 2006-09-27

Die wissen, dass ich bei ebay registriert bin, aber lange nichts mehr gekauft habe, dass ich Katholik bin (10 Jahre Ministrant), aber lange nicht mehr in der Kirche war, dass meine wissenschaftliche Arbeit dringend seriöse Überarbeitung brauchte, worauf ich aber keine Lust habe, und dass ich einen unbändigen Freiheitsdrang habe, vor allem, wenn ich im Zug sitze, siehe oben.

5.44 vs. 8.11

Morgens von St. Gallen nach Zürich nehme ich meist den Zug um 5.44 Uhr. Das ist pervers früh, vor allem das Aufstehen um 5.00 Uhr, aber es ist es wert, wie ich gerade wieder merke. Wenn ich nämlich morgens zuerst meinen Sohn in die Krippe bringen muss, kann ich erst den Zug um 8.11 Uhr nehmen. Die entscheidenden beiden Unterschiede zwischen den Zügen:

  • Zwischen 6 und 7 Uhr können die vielen „Geschäftsleute“ noch keine „Geschäftspartner“ anrufen und sich wichtig tun, wie toll sie Sachen via Telefon managen können. Heute ist auch zur Abwechslung auch mal eine Frau, deren Telefonate sich alle um SAP drehen und deren verschwörerische Stimme dabei den Eindruck macht, als würde sie mindestens ein Zehn-Millionen-Projekt managen.
  • In dem frühen Zug fahren noch keine Gruppen, die laut rumschwadronieren. Gerade sind in Winterthur sechs (!) Rentner eingestiegen, die so penetrant über Fussball reden, dass man nicht nicht zuhören kann. Irgendeiner hat 500’000 Dollar dafür bekommen, dass er eine Auslosung gemacht hat. 16 Zettel gezogen für 500’000 Dollar — gell, dafür würdst es auch noch machen, was? Hölle.

Fazit: Alles nach 7 Uhr nie ohne Kopfhörer! Und unbedingt die Etymotic 6isolator wieder kaufen, die mir damals in Dortmund geklaut worden sind, weil man mit denen echt nichts anderes hört.

Die kürzeste Busfahrt meines Lebens

Am Flughafen fährt man ja manchmal auch recht kurze Distanzen mit dem Bus. Einen neuen persönlichen Rekord in dieser Disziplin habe ich gestern in Düsseldorf aufgestellt: Vorn im Bild sieht man die Haltebucht des Busses (gerade wieder abgefahren), hinten das Flugzeug.

Geschätze Distanz: 10 Meter.

Busfahrt vom Flieger

Nehme an, das ist so vorgeschrieben, damit ja keiner einen Fuss aufs Rollfeld setzt, was ja auch nachvollziehbar ist. Dann verstehe ich nur nicht, wieso am Flughafen Friedrichshafen alle fröhlich 100 m zum Flieger laufen. Eine Frage der Grösse des Flughafens?

Demontage einer Schweizer Institution

Das „Discounthaus Eschenmoser“, in den Herzen ja immer noch als „Rabatthaus Eschenmoser“ verankert, wurde ersetzt, als ich gerade vorbeilief.

Schild Discounthaus am Boden

Fust Center Eschenmoser

Dass sie nicht mal das rechte Schild ersetzt haben, deutet darauf hin, dass diese Lösung nicht ewig Bestand haben wird.
Nun. Billig war’s entgegen der Werbung eh nie, und um die Website ist’s weiss Gott auch überhaupt nicht schade.
Aber irgendwie wird man doch fast melancholisch, wenn in der PC-Abteilung, wo man oft in letzter Minute vor der Präsentation hingerannt ist, um noch schnell neue Boxen oder einen Logitech Presenter (CHF 129, der zuvor verlorene hatte anderswo 89.- gekostet) zu kaufen, jetzt Waschmaschinen stehen.
(War ehrlich gesagt schon heute vor genau zwei Wochen, hab mich wieder einigermassen im Griff.)

Dicke Sosse bei Save.TV

Habe Save.TV abonniert, weil ich mal auf so eine Probeabo-Aktion reingefallen bin. Über den Service an sich gäbe es einiges zu sagen – ein anderes Mal.

Jeden Tag bekomme ich einen Newsletter „Save.TV Aufnahmetipps“. Die Filmbeschreibungen gehören zum dämlichsten, was ich je gelesen habe. Monatelang habe ich es ignoriert, aber bei „The Usual Suspects“ heute könnte man laut schreien.

save-tv_2006-09-19.png

Der unter „Jetzt aufnehmen“ verlinkte längere Text ist immer noch grauenhaft geschrieben, aber wenigstens sachlich einigermassen richtig.

Schämt Euch.

Hallo Welt!

„Warum man (das) aber lesen sollte, ist uns nicht klar geworden.“
(aus der Sonntagszeitung)

So. Lange geplant, endlich umgesetzt.

So sehr ich an monothematische Blogs als Erfolgsrezept glaube, so sehr nervt es mich, nicht abschweifen zu dürfen.

Hier hab ich nun endlich hab auch eins, wo ich schreiben kann, was ich will, ohne jemals off topic zu sein – weil es kein Topic gibt. Deswegen kann ich auch nicht in gesalbten Worten sagen, worum es gehen wird.
Wünsche mir viel Spass. Wenn doch jemand mitliest, umso besser.