Coop City, Zürich-Sihlporte, 18.58 Uhr

Coop City Sihlporte

Hallo Coop City Sihlporte, liebe Frau Geschäftsführerin Irene Kappeler-Meyer

Ich würde auch um 18.58 Uhr keinen mehr reinlassen, der aussieht, als wolle er nur eine Kinderzahnbürste für CHF 2.80 oder so kaufen (auf der allerdings eine vermutete Marge von mindestens 150% ist), selbst wenn sie (die Bürste) direkt hinter dem Eingang zu haben gewesen, so dass der erstgenannte um 19 Uhr wieder auf der Strasse gestanden hätte.

Sondern ich würde auch einen eher wortkargen jungen Typen in die Tür stellen, der um 18.58 Uhr allen Leuten (neben mir wollten mindestens drei noch rein) mehr mit seiner Körpersprache signalisiert, als dass er es aussprechen würde: „Wir haben schon geschlossen“, und dabei den Rucksack schon auf dem Rücken hat, so dass man sieht: Es ist für einen guten Zweck, dass man jetzt nichts mehr kaufen kann, denn wenigstens der wird in Ruhe sein Tram um 19.02 Uhr besteigen können und so pünktlich um 19.30 zuhaus sein, um [ ] im Kreise seiner Lieben einen geruhsamen Feierabend zu beginnen, [ ] das erste Bier aufzumachen, [ ] zu seinem Clan bei World of Warcraft zu stossen und bis weit nach Mitternacht durch die Gegend zu phantasieren (zutreffendes ankreuzen).

Das lahme Argument: „Auf meiner Uhr ist es aber erst 18.58 Uhr“ habe ich dann auch gar nicht mehr vorgebracht. Aus dem Alter bin ich raus – ich weiss, dass es nichts bringt, mit Leuten, die ihre eigene Agenda verfolgen, darüber diskutieren, wessen Uhr richtig geht. Die grosse Uhr mit der Türler-Werbung allerdings, die auf der anderen Strassenseite hängt, zeigte auch erst 18.58 Uhr, was mir eine gewisse stille Genugtuung verschaffte.

Was mich einzig etwas irritiert, ist die Tatsache, dass die Coop-Website für jeden Wochentag sogar Öffnungszeiten bis 20 Uhr ausweist.

Dass es dagegen an der Sihlporte keinerlei „Erweitertes Angebot“ gibt, das vermag kaum zu erstaunen.

Coop City Sihlporte Angebot

Ich, der Dart-König von search.ch

Das freut mich jetzt ausserordentlich:

Lieber Peter

Für Deinen Besuch an unserem Stand an der SuisseEMEX möchten wir uns bedanken.

Mit Deinem guten Resultat von 161 Punkten in unserem Dartspiel hast Du den Tagespreis gewonnen! Herzliche Gratulation!

Du gewinnst hiermit einen business Link und einen map Link für Deine Unternehmung.

Damit wir die Schaltung vorbereiten können benötigen wir die folgenden Informationen:

– Firmenbezeichnung
– Firmenzusatz
– Strasse / Postfach
– PLZ / Ort
– Telefon
– Fax
– Webseite
– E-Mail
– Persönliches Passwort (benötigst Du um Änderungen an Deinem Werbeeintrag vorzunehmen)
– Kontaktperson Name/Vorname Peter Hogenkamp
– Korrespondenzadresse falls nicht wie Adresseintrag
– Region – Bitte wähle eine Region aus dem Dokument ?regionenubersicht.pdf? und melde uns diese
– Branche
Gib uns doch ein paar Vorschläge unter welchen Branchen (max. 5) Du eingetragen werden möchtest. Wir checken dann, welche Branchen bei uns drin sind.

Wir freuen uns auf Dein Feedback so dass wir Deinen business und map Link aufschalten können.

Allerdings — ich habe gar nicht gespielt.

Blogger unkt, Journalist petzt

Journalist Bö missachtet das Chatgeheimnis.

22:20 Fängs drei Stunden später verschickt Apple Schweiz seine auf deutsch übersetzte Pressemitteilung. Blogger Peter Hogenkamp unkt, dass um ca. 23 Uhr dann erste Korrekturen kommen ;-)

Dabei müssen die bei Apple Schweiz immer Nachtschichten machen, wenn der Steve dort in Kalifornien rumturnt. Siehe hier. Und das war nicht mal eine Korrektur damals, die zweite Mail, sondern nur der Rest der Übersetzung.

Schöne Einigkeit über Spam

Kontaktaufnahme bei einer grossen Networking-Plattform:

Herr Hogenkamp
Würden Sie mir Ihren Kontakt bei         bestätigen? Kennen Sie die Idee Massanzüge als Dienstleistung? Eine Idee von                      . Ihr Anzug nach Mass kostet genau so viel wie ein Anzug von der Stange. Nur eben auf Mass!
Beste Grüsse
                             

Ich lehne ab und schreibe:

Kein Spam bitte.

Die Antwort:

Vielen Dank. Das sehe ich auch so.

Ah ja.

21. Otkober

Hm. Da fragt mich die Aktion „21. Oktober“ an, ob wir gratis Banner für sie schalten würden. Ich hab’s mal angeschaut und fand diesen langfädigen Kurzvortrag zum Thema „Wählen“ eher schwer zu ertragen. Kunstpausen sind ja schön und gut – (hier 2 Sekunden Pause machen) – aber als einziges Stilmittel?

Hab dann mal gefragt, und zwar postwendend, ob sie auch fertige Banner haben, sonst würde es ja nichts bringen. Vier Tage keine Antwort. Auf Nachfrage dann: Ja, sie machen „einen Banner in unserem Format parat“, dauert zwei Wochen. Frage ich also wieder, ob sie denn auch einen Link auf Jacqueline Badran setzen würden. Fragen kostet nichts, und die haben ja auch einfach gefragt. Antwort:

Da wir eine Wahlkampagne von Jungen für Junge sind, werden wir auf unserer Webplattform nur KandidatInnen bis 35 Jahre präsentieren. Insofern können wir leider Frau Badran nicht aktiv unterstützen.

Ah. Deswegen reden sie so langsam. Sie sind noch so jung.

Heute, gut drei Wochen später, kommen unter dem Subject „FW: angepasste Banner & Buttons“ drei Banner, die allerdings alle nicht in unseren Formaten sind. Gut, den Fullbanner könnte man oben einsetzen, wo im Moment das Leaderboard von Blacksocks ist, sieht allerdings dort ein bisschen verhungert aus (das hat aber Cisco auch nicht gestört).

Cool finde ich an dem Full Banner vor allem, wie sie „Oktober“ schreiben… :-)

Fullbanner468x60

Hirnloses Blogbashing in der Süddeutschen jetzt im Zweiwochentakt

Journalisten und Blogger (bloggende Journalisten gehören zur zweiten Kategorie) können unter an derem nicht Freunde werden, weil Journalisten manchmal beim Schreiben über Blogger das Gehirn ausschalten. (Blogger umgekehrt, nun ja, deutlich seltener, eine Ausnahme fiele mir schon ein, aber der Herr hält selbst nichts von Trackbacks.)

Stefan Winter schreibt gestern auf jetzt.de unter dem Titel Kritik an den Kritikern: Warum das BildBlog nervt einen weitgehend sinnfreien Artikel.

Ein Kritikpunkt: Niggemeier verdiene mit seinem „kommerziellen“ BILDblog mit an der Schlechtheit der Bild-Zeitung. Ja genau. Und Amnesty International an der Folter. Und der WWF an der Brandrodung. Und Greenpeace am Walfang.

Und vor allem verdienen sie alle gleich viel. Das finde ich nach wie vor absurd an dieser Kommerzdiskussion: Man blendet die Dimensionen völlig aus. „Kommerziell“ ist scheisse, egal ob einer sich mit dem verdienten Geld einen Porsche kauft oder gerade mal Hosting und Spesen zahlen kann.

Ich hab keine Ahnung, wieviel der BILDblog im Monat mit Werbung einnimmt. Sagen wir mal, es wären 5000 Euro – was vermutlich, leider, deutlich zu hoch geschätzt ist. 1. Das geht bei denen mindestens durch zwei. 2. So viel verdient allein Kai Diekmann in der Woche.

Nee, nee, lieber „Kritiker der Kritiker“, als Kritiker der dritten Potenz muss man einfach festhalten: Zu wenig nachgedacht.

PS. Hier Niggemeiers eigene Replik „Nervt’s?“, die ich erst hinterher gelesen habe.

Werden Froschungszentren überschätzt?

Pit Sennhauser sagt ja immer, medienlese.com (neuer Zugriffsrekord gestern dank qeez, schönen Dank noch) dürfe sich „nicht mit kleinlicher Tippfehlerzählerei“ aufhalten.

Das ist einerseits sicher richtig, denn es gibt Wichtigeres. Andererseits, wenn einen die ständigen Tippfehler nun mal nerven, was soll man dann tun? Ich weiss es: Ich blogge darüber in meinem Feld-Wald-und-Wiesen-Blog.

CASH Daily zum Beispiel. Ich weiss, über die schreibe ich viel zu oft. Aber ich lese halt jeden Morgen als erstes den Newsletter, den Rüdi Steiner mir freundlicherweise höchstpersönlich nachts um vier schickt, und in dem macht er jeden Monat gefühlte 10 dicke, deutlich sichtbare Fehler. Bin ich ein schlechter Mensch, weil mir die immer auffallen?

Heute auch wieder:

CASHdaily Froschungszentrum 2007-08-29

Froschungszentrum. Nicht schlimm. Ich glaube, es soll „Forschungszentrum“ heissen.

Sie nerven mich natürlich nicht nur bei CASH daily, die Tippfehler. Sondern auch in der SonntagsZeitung. Die ist halt auch exponiert, weil abonniert. Aber da hab ich auch Hemmungen, immer gleich etwas zu schreiben, weil die sonst denken, ich hätte was gegen sie, weil damals die Luchetta in dem Artikel meinte…

Trotzdem, ich finde, wenigstens die Überschriften könnte einer ordentlich durchlesen – hier online, sah im Blatt genauso aus:

Sonntagszeitung prositutierte 2007-08-29

Jetzt kann natürlich sofort jeder kommen und 1000 Tippfehler in unseren Blogs finden. Das stimmt. Wir haben auch keinen Korrektor. Bei uns gilt zwar das Vieraugenprinzip (wenn die Nachricht nicht ganz schnell raus muss), aber ein schnelles Lesen am Bildschirm ersetzt keinen Korrektor. Das ist nicht toll, aber alles andere können wir uns zumindest im Moment noch nicht leisten.

Insofern wiegt die Prositutierte in der SonntagsZeitung doch noch ein bisschen schwerer als das Froschungszentrum im Newsletter von CASH daily, weil eine Bezahlzeitung einen anderen Anspruch haben sollte. Aber nerven tun mich beide. (Bzw. alle möglichen. Das Thema ist auch nicht neu, hier eine Entrüstung aus dem Jahr 2005 . Ich langweile mich ja selbst.)

Rinaldo, kannst Du da nicht mal was machen?