Wahnsinn. So nehme ich irgendwie auch ein bisschen teil am deutschen Launch.
Hat ziemlich gescheppert, soundmässig, aber er war in einem Café und hat deswegen vielleicht ein bisschen laut gesprochen.
Peter Hogenkamps private Website
Wahnsinn. So nehme ich irgendwie auch ein bisschen teil am deutschen Launch.
Hat ziemlich gescheppert, soundmässig, aber er war in einem Café und hat deswegen vielleicht ein bisschen laut gesprochen.
Ich liebe die Wikipedia. Ehrlich. Nutze sie ständig, korrigiere auch mal etwas, habe aber noch nie einen grösseren Text eingestellt. Wie 95% der Leute halt.
Offenbar gab es vor kurzem mal einen Eintrag über unser Blog neuerdings.com, der aber wieder gelöscht wurde. Den Inhalt kann man nicht mehr einsehen, der Text begann: “neuerdings.com“‘ ist eine Publ…“.
Von mir aus. Ich wusste nicht, dass es den Beitrag gab, ich weiss nicht, wer ihn geschrieben hat, und es macht mich auch nicht sehr betroffen, dass er wieder weg ist.
Ich selbst kann nicht sagen, ob das publizistische Angebot von neuerdings.com relevant für ein Online-Lexikon ist. Wir erreichen 120’000 Leute im Monat. Golem.de hat einen Eintrag, die sind aber auch (noch) um den Faktor 10 grösser als wir. Ich habe nicht nach weiteren Beispielen gesucht und auch nicht in vermutlich seitenlangen FAQ, wie die deutsche Wikipedia „relevant“ definiert. Ich kann wirklich nicht sagen, ob wir für einen Lexikonbeitrag schon relevant genug sind oder noch nicht.
Trotzdem ist die Begründung für die Löschung interessant, die man auf der Wikipedia-Seite Bearbeiten von Neuerdings.com einsehen kann.
Am 7. November 2007 um 19.36 Uhr löschte „Tilla“ den Eintrag und schrieb als kurze Begründung: „Erkennbar irrelevant. Webspam.“
Oops. Wie gesagt, ich bin überhaupt nicht sicher, ob wir „erkennbar relevant“ wären, aber ich bin mir doch einigermassen sicher, dass wir nicht „erkennbar irrelevant“ sind – wobei ich natürlich nicht weiss, wie lange die Prüfung dauerte, nach der Tilla dies erkannt hatte. (Und „Webspam“ sind wir schon mal gar nicht, das ist pure Polemik, aber was soll’s.) Die rund 2000 Leute, die gestern Nacht unsere iPhone-Live-Berichterstattung bei neuerdings.com mit verfolgt haben, fanden es offenbar relevant. (Natürlich kann man sagen, auch solche Events sei irrelevant, aber im iPhone-Eintrag gibt es einen Abschnitt über den Deutschland-Launch.)
Nochmal: Ich bin nicht beleidigt. Und auf die 50 User, die uns im Monat via Wikipedia-Beitrag finden würden, kann ich auch verzichten. Aber ich finde die Absolutheit der Aussage und den Tonfall bemerkenswert. Denn sie erinnert mich an den viel diskutierten Satz: „[…] Weblogs sind bestenfalls öffentlich einsehbare und dennoch private geführte Tagebücher, denen jede gesellschaftliche Relevanz fehlt“ aus dem berühmt-berüchtigten SZ-Artikel Abgebloggt.
Und spätestens hier frage ich mich: Hat vielleicht eine differenzierte Argumentation gar nichts mit 1.0 vs. 2.0, Papier vs. Print, etabliert vs. neu zu tun, sondern gibt es überall ein Establishment, das sich anmasst, mit einem Federstrich zu entscheiden, was relevant sei und was nicht? Und hat vielleicht die deutsche Wikipedia diesen Status auch schon erreicht, wo jemand in drei Wörtern sagen kann, ein Projekt, in das schon mehrere Personenjahre geflossen sind, sei „erkennbar irrelevant“? Das wäre dann schade um ein mir immer noch sehr sympathisches Projekt.
[via „mds“ per persönlicher Nachricht]
Noch eine kleine Ergänzung: Peter Sennhauser meinte, vielleicht sei der Beitrag „erkennbar irrelevant“ gewesen. Kann sein, aber zumindest mds und ich haben es beide anders verstanden.
Ist immer gut, wenn man mal wieder persönlich zusammensitzt. Man schaut sich beim Posten über die Schulter und verwickelt sich in wichtige Diskussion. So wie die hier: Ronnie tagged Mehrwort-Tags, z.B. Personennamen, immer aneinander („PamelaAnderson“) und ich mit Bindestrich („Pamela_Anderson“).
Was ist besser?
Schön: Wenn man drei Minuten nach Eingang der Pressemitteilung eine ausführliche Story veröffentlichen kann und damit zwei Stunden vor der Konkurrenz*. (Weil man irgendwie schon so eine dumpfe Vorahnung hatte…)
Noch etwas nachfreuen kann man sich am nächsten Tag: Wenn die Konkurrenz* mit einem ausführlichen Interview nachzieht, in dem der Interviewte meine Frage wiederholt:
Heisst das, Sie werden auch beim News-Verbund Quotenbolzerei betreiben?
Ich wurde gefragt, wie viele Melanie Winiger-Storys es auf tages-anzeiger.ch verträgt. Meine Antwort: Mich interessiert allein, was der „Tages-Anzeiger“-Leser im Internet lesen will. Sind es People-Geschichten, werden entsprechende Inhalte auf der Website zu finden sein.
Ich als Hobby- und Jungjournalist kann mich halt über sowas noch freuen… :-)
Und übrigens, Melanie Winiger, wenn Du das liest, Lea sagt, der Stress habe schon einige gute Lieder gemacht, aber er sei auch „en Wüeschte“. Sie kann’s also nicht so ganz verstehen.
Hab nochmal schnell gegoogelt: Treffer von Melanie Winiger auf site:20min.ch: 2’660. Hut ab, vor allen Beteiligten! Das soll Wälty auf dem neuen Dings erstmal toppen.
* So richtig sehen wir uns natürlich nicht als Konkurrenz, die Kollegen sind ja so richtige Profis. Aber „Primeurs“ haben halt alle gern.
Langsam kapiere ich, wie das mit den „Presseanfragen“ läuft. Wenn man einfach einen Missstand aufdecken will, schreibt man direkt etwas. Wenn man dagegen will, dass es sich ändert, macht man eine offizielle Anfrage – und schon rafft sich hinter den Kulissen jemand auf.
Nachdem dasmagazin.ch von Samstag bis heute Mittag offline war, habe ich vorhin Tamedia-CIO René Haiss angefragt, ob es ein offizielles Statement gebe, wann man wieder online sein werde. (Es ist zwar nicht die meistbesuchte Tamedia-News-Site, aber immerhin eine der Web-2.0-Generation – zusammen mit facts.ch – während tagesanzeiger.ch noch den Groove der Neunziger verbreitet.)
Und flupp, schon geht es wieder.
Kann natürlich alles auch Zufall sein. Der Erwartungswert, wenn etwas am Wochenende ausfällt, für den Zeitpunkt, wann es wiederkommt, ist ja eh Montag. Allerdings nicht erst 14 Uhr, sondern eher 7 Uhr.
Nico Luchsinger hat einen guten Artikel über das BlogCampSwitzerland 2.0 geschrieben. Nur den Titel Kampf um Anerkennung finde ich unpassend. Aber vielleicht ist der gar nicht von ihm.
Die Diskussion, ob Blogger wirklich um Anerkennung kämpfen oder nicht, haben wir zumindest für dieses Jahr schon zur Genüge geführt, nämlich im August als Antwort auf den SZ-Artikel Abgebloggt von Johannes Boie. „Gesellschaftliche Relevanz“ war damals das Schlagwort, aber die Diskussionen – gäbe es diesmal wieder eine – würden ähnlich verlaufen.
(Ich habe damals auch einen kleinen Diskussionsbeitrag veröffentlicht, über den ich eben schmunzeln musste. Nachdem ich mich in den letzten Wochen ein wenig mit SEO beschäftigt habe, muss ich sagen, dass der Titel Strange man in front of door in Sachen Keywordhaltigkeit so ziemlich das schlechteste ist, was man überhaupt machen kann. :-)
Sehr gut finde ich Ronnies Zitat (den ich allerdings überhaupt nicht als „frustriert“ wahrnehme angesichts der heute Abend erstmals durchbrochenen Schallmauer von 50’000 Page Impressions pro Monat bei medienlese.com):
«Die Schweizer Medien finden Blogs toll, aber nur, wenn sie aus den USA oder dem Irak stammen», meint Grob.
Das bringt es wirklich auf den Punkt. Und aus China. Aus Burma auch noch – eigentlich von überall, wo man keine Schweizer Medien konsumiert.
Siehe NZZ und diverse andere.
Jemand vom Blick rief an, ob ich als Betroffener ein Statement dazu habe. Nö, habe ich nicht.
Ausser vielleicht, aber auch das habe ich nicht gesagt, weil ich einfach nicht drin stehen will: Sechs Jahre später noch jemanden zu verknacken (bzw. bis dann der Prozess abgeschlossen ist, acht Jahre oder so) ist immer Mist, (fast) egal worum es geht.
Hinterher habe ich gedacht, wenn ich mal einen guten Tag habe, sage ich das hier:
„Natürlich, aber das würde ich doch nicht ausgerechnet in einer Zeitung veröffentlichen, wo es sowieso nur auf den unwichtigsten Teil gekürzt und aus dem Zusammenhang gerissen wird.
Dann lieber in einem nicht-journalistischen Umfeld, also etwa in einem Blog, wo dann auch genau das zu lesen steht, was ich sagen will.“
Aber so übermütig ist mir heute nicht zumute. Und die Journalistin war ja auch sehr nett, was soll ich die anpampen?
Apropos, da fällt mir meine eigene Aussage ein, dass sie am Telefon immer nett sind, aber sobald sie das Interview/die Fotos im Kasten haben, mutieren die meisten zu Ignoranten und schreiben irgendeinen Scheiss. Das muss ich nochmal schnell im Original suchen (Liebe Weltwoche: Darf man das? Seine eigenen Zitate googeln, um sie nochmal unter die Leute zu bringen?) Hier ist es:
Was würden Sie einem Menschen in Ihrer Situation raten?
„Man sollte versuchen, sich von den Ereignissen nicht überrollen zu lassen. Es ist völlig legitim, mit der einen Zeitung oder Sendeanstalt zu sprechen, mit der anderen hingegen nicht. Das andere: die Person vom Medium zu trennen. Die meisten Journalisten sind sympathisch. Lassen Sie sich davon nicht bestechen. Man kann durchaus irrationale Entscheidungen treffen, ohne eine Begründung dafür abgeben zu müssen.“
Das würde ich wohl heute immer noch sagen.
PS. Das Impressum vom Blick gibt’s seit dem 3D-Glänz-Redesign von neulich nur noch als PDF. ‚Nuff said.
Huch. Die Nominierungen für „The Bobs“ (Best of the Blogs – International Weblog Awards der Deutschen Welle) sind schon seit vorgestern da.
O Gott. I Can Has Cheezburger ist nominiert, eine Website, die nur aus einem einzigen Witz besteht.

Die Beschreibung spricht der Bobs-Redaktion spricht für sich: „Diese Seite (gemeint ist Site, vermute ich) ist die wahre, losgelassene Kraft des Internets (und der lol Katzen).“
Ich weiss nicht, wie die Kategorie „Blogwurst Award“ gemeint ist. Ist das sowas wie die Goldene Himbeere für das schlechteste Blog?
Nein, ist es nicht, hier steht’s ja. Sondern: „Schräg, abgedreht, daneben. Hier wird ein Blog ausgezeichnet das uns erheitert, verstört oder einfach nur ein ausgefallenes Thema hat. Weblogs, die sich in dieser Kategorie eintragen, müssen wirklich „anders“ sein.“) Au weia. Dieser spezielle Humor erschliesst sich mir leider überhaupt nicht.
Dass die Jungs dagegen ihren Traffic zu optimieren wissen, wie Business Week im Artikel Bloggers Bring in the Big Bucks schrieb, finde ich natürlich super.
Positiver: Jürg „Krusenstern“ Vollmer ist auch nominiert, in der Kategorie mit der radebrechenden Bezeichnung „Best Weblog Deutsch„:

Kategorienübergreifender Methoden-Schwachsinn dagegen beim Publikumspreis: In den einzelnen Kategorien werden die Nominierten schon mit der Prozentzahl der bereits für sie abgegebenen Stimmen angezeigt, und in der Reihenfolge wird auch sortiert.
Hat jemand schon mal davon gehört, dass das Design der Untersuchung (hier: Abstimmung) nicht das Ergebnis beeinflussen sollte? Könnte es sein, dass jemand eher auf den Spitzenreiter klickt, der schon 56% hat als auf das arme Schlusslicht?
Zu diesem Beitrag gibt es ein Update vom 16.11.2007.
Ich habe eine renommierte Schweizer Bildagentur um eine Offerte für Verwendung ihrer Bilder in unseren Blogs (vor allem im noch namenlosen Themenblog Nr. 5, das wir im November launchen wollen) gebeten.
Drei, vier Mails gingen hin und her mit putzigen Fragen wie „Wie lange wären denn die Bilder bei Ihnen online?“ und „Wie viele davon wären denn auf der Homepage und wie findet man die anderen?“ und „Für wie lange?“ und so weiter. Ich habe mir spitze Bemerkungen jeder Art verkniffen und alles nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Als nächstes wollte man mir die Offerte mit Varianten und Rabattstufen rechnen.
Doch dann kam vorhin der Anruf des Verkaufsleiters: „Sorry, wir hätten das gleich am Anfang sagen sollen, wir beliefern grundsätzlich keine Blogs, jedenfalls nicht mit redaktionellen Bildern, das wurde von der Geschäftsleitung schon vor einiger Zeit so entschieden.“
Aha. Und wieso nicht? „Wir liefern grundsätzlich nicht in ein nicht-journalistisches Umfeld. Wir können uns gern mal zusammensetzen, und ich erklären ihnen die Gründe, aber das ist kompliziert, daher müssten wir das persönlich machen.“
Ähm. Nach einer Schrecksekunde, in der ich überlege, ob ich solche Leute treffen will, fange ich mich: „Aber wir machen hier keine Befindlichkeitblogs, sondern eigentlich Fachmagazine, die zwar durchaus auch Blogs sind, aber wenig mit ‚Online-Tagebüchern‘ zu tun haben. Für uns arbeiten inzwischen rund 20 Autoren; zwar sind nicht alle ausgebildete Journalisten, aber alle arbeiten definitiv journalistisch. Wir haben Werbekunden, werden an jeder Messe akkreditiert, bekommen Testgeräte von Herstellern — aber wir dürfen keine Bilder von Ihnen einkaufen?“ Langsam komme ich in Fahrt. Ich verstehe schlicht nicht, was der Grund sein könnte.
Als Antwort kommt der Satz des Tages: „Ja, wie? Heisst das, bei Ihnen kann gar nicht jeder etwas schreiben?“
„Nein, es schreiben nur wenige, die anderen lesen und kommentieren. Wie gesagt, es sind Blogs. (kurze Verschnaufpause) Sind Sie sicher, dass Ihre Geschäftsleitung wusste, was das ist, als sie das entschieden hat?“
„Das ist eine gute Frage.“
„Ja, dann klären Sie das vielleicht mal, und dann sagen Sie mir, ob sich ein Treffen wirklich lohnt.“
Freundlicher kann ich leider nicht. Immerhin, ich bin in diesem absurden Gespräch eigentlich der potenzielle Kunde.
Fazit: Wer gedacht hatte, wir seien schon ein gutes Stück vorwärts gekommen mit der Aufklärung – vergesst es! Da hat mal jemand in der Zeitung etwas über perezhilton.com gelesen, der eben nichts zahlt, und sogleich hat man vorsorglich entschieden: Mit solchen Typen wollen wir nichts zu tun haben.